Der Fall Wehrhahn eine humorvolle Detektivgeschichte besonderer Art 260.Schaffsteins Blaue Bändchen

Matthiessen, Wilhelm

Edité par Hermann Schaffstein Verlag, 1951
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Description :

88 Seiten. taschenbuch. einband mit leichte gebrauchsspuren, adresseintrag im vorsatz, papiergebräunte seiten. die geschichte ist die weiterfürhung der Geschichte vom Roten U Herr Doktor Schlösser nörgelt ja an allem rum, es fing an das die schulklasse in der wehrhahnleute saßen einen neuen lehrer bekam. der lehrer war noch jung. Mehrere Klübchen gab es in der klasse, Herr wehrhahn konnte nun einige streiche der klassen und banden verhindern.Der Wehrhahn Als die Geschichte mit dem Wehrhahn damals in unserer Stadt aufkam, ist viel darüber gelacht worden. Beinahe wäre sie sogar ins Tageblatt gekommen. Ich war zufällig dabei, als Herr Behr-niann, den man ja vom "Roten U" kennt, sie brühwarm dem Redakteur brachte, Herrn Doktor Schlösser. Aber der war vernünftig. "Ich will Ihnen was sagen, Behrmann", meinte er, "denn Sie wissen anscheinend immer noch nicht, wozu eine Zeitung da ist. Die Leute wollen lesen, was der oder jener wieder für einen Unfug dahergeredet hat, ob ein Radfahrer in den Rinnstein gellogen ist, ob der Vesuv wieder spuckt oder das Krokodil im Zoo die Masern hat. Und wenn ich jetzt einen Streich bringen wollte, den unsere Jungen mal wieder anstellten, dann hieße es sofort: der Schlösser will wohl eine Kinderzeitung aufmachen! Daß eine solche Sache viel mehr Hand und Fuß hat als der andere Unsinn, den man leider Gottes drucken muß, das will kein Teufel einsehen."Nun ja, wir wissen schon, daß Doktor Schlösser an allem etwas zu nörgeln hatte. Aber diesmal mußte ich ihm recht geben. Die Geschichte hätte sich in der Zeitung nicht halb so hübsch ausgemacht, als wenn man sie vernünftig und in aller Ruhe erzählt. Herr Schlösser hätte sie ja auf zehn oder höchstens fünfzig Zeilen zusammenquetschen müssen. Und das wäre ewig schade gewesen.Herr Behrmann und ich haben uns also wieder einmal zusammengetan. Heut sind wir zu dem, morgen zu jenem gegangen, und überall haben wir herumgehorcht, bis wir die Geschichte säuberlich auf dem Notizblock stehen hatten. Ich kann also nun die Dinge hübsch eins nach dem andern erzählen, so wie sie vor sich gegangen sind.Es fing damit an, daß die Schulklasse, in der die Wehrhahnleute saßen ich werde die Bande nachher vorstellen , einen neuen Lehrer bekam. Die Jungen waren im allgemeinen recht zufrieden mit ihm. Das ist ja schließlich die Hauptsache. Der Lehrer war noch jung, und so fiel es ihm nicht besonders schwer, mit seinen Jungen zu sprechen, als wäre er einer von ihnen. Das heißt, wenn er wollte. Und er wollte längst nicht immer. Nur dann, wenn es not tat. Und ob das der Fall war oder nicht, das entschied nur er selbst, nicht die Jungen. Aber grad deshalb lernten sie bei ihm, was das Zeug hielt. Nun, dieser Lehrer hieß Wehrhahn. Der Wehrhahn, sagten die Jungen einfach, wenn sie von ihm sprachen. Aber jetzt kommt noch ein Neuer. Und damit fängt die Geschichte eigentlich an. Dieser Neue war ein Junge der Klasse, von der die Rede ist. Johannes Messenzehl hieß er, kurz Hannes genannt, ein großer und etwas schlaksiger Junge. Sein Vater hatte vor einem halben Jahr das Papierwarengeschäft Josefine Krempelstetter übernommen. Die alte Frau Krempelstetter, Frau Messenzehls Tante, war nämlich gestorben und hatte ihrer Nichte den Laden hinterlassen. Bald wehte nun dort ein anderer Wind. Frau Krempelstetter hatte nämlich nur allerlei kleinen Kram geführt, Briefpapier, Hefte, Modellierbogen, Federn, Buntstifte, Ansichtskarten. Nun, ihr kennt diese Geschäftchen ja. Herr Messenzehl hatte da mehr Geschäftsgeist. Sofort richtete er eine Leihbibliothek ein, verkaufte dann auch Zeitungen, Dreißigpfennigromane, Kriminalhefte und Magazine. Die Sache machte sich bald. Von früh bis abends ging Messenzehls Ladenklingel. Und kamen auch jedesmal nur ein paar Zehnpfennigstücke ein, — Hannes' Vater war nach Geschäftsschluß mit dem Kassenzählen immer zufrieden. Daß unter diesen Verhältnissen die Freundschaft des Hannes sehr gesucht war, läßt sich denken. Freilich mit "dem Wehrhahn" stand der neue Junge . 300 Gramm. N° de réf. du libraire

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Titre : Der Fall Wehrhahn eine humorvolle ...
Éditeur : Hermann Schaffstein Verlag
Date d'édition : 1951
Reliure : Taschenbuch
Edition : 37.-40 Tausend..

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Matthiessen, Wilhelm
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Description du livre Hermann Schaffstein Verlag, 1951. Taschenbuch. 37.-40 Tausend.. 16 cm 88 Seiten. taschenbuch. eine kante ist abgerissen, schulbuchexemplar, papiergebräunt. die geschichte ist die weiterfürhung der Geschichte vom Roten U Herr Doktor Schlösser nörgelt ja an allem rum, es fing an das die schulklasse in der wehrhahnleute saßen einen neuen lehrer bekam. der lehrer war noch jung. Mehrere Klübchen gab es in der klasse, Herr wehrhahn konnte nun einige streiche der klassen und banden verhindern.Der Wehrhahn Als die Geschichte mit dem Wehrhahn damals in unserer Stadt aufkam, ist viel darüber gelacht worden. Beinahe wäre sie sogar ins Tageblatt gekommen. Ich war zufällig dabei, als Herr Behr-niann, den man ja vom "Roten U" kennt, sie brühwarm dem Redakteur brachte, Herrn Doktor Schlösser. Aber der war vernünftig. "Ich will Ihnen was sagen, Behrmann", meinte er, "denn Sie wissen anscheinend immer noch nicht, wozu eine Zeitung da ist. Die Leute wollen lesen, was der oder jener wieder für einen Unfug dahergeredet hat, ob ein Radfahrer in den Rinnstein gellogen ist, ob der Vesuv wieder spuckt oder das Krokodil im Zoo die Masern hat. Und wenn ich jetzt einen Streich bringen wollte, den unsere Jungen mal wieder anstellten, dann hieße es sofort: der Schlösser will wohl eine Kinderzeitung aufmachen! Daß eine solche Sache viel mehr Hand und Fuß hat als der andere Unsinn, den man leider Gottes drucken muß, das will kein Teufel einsehen."Nun ja, wir wissen schon, daß Doktor Schlösser an allem etwas zu nörgeln hatte. Aber diesmal mußte ich ihm recht geben. Die Geschichte hätte sich in der Zeitung nicht halb so hübsch ausgemacht, als wenn man sie vernünftig und in aller Ruhe erzählt. Herr Schlösser hätte sie ja auf zehn oder höchstens fünfzig Zeilen zusammenquetschen müssen. Und das wäre ewig schade gewesen.Herr Behrmann und ich haben uns also wieder einmal zusammengetan. Heut sind wir zu dem, morgen zu jenem gegangen, und überall haben wir herumgehorcht, bis wir die Geschichte säuberlich auf dem Notizblock stehen hatten. Ich kann also nun die Dinge hübsch eins nach dem andern erzählen, so wie sie vor sich gegangen sind.Es fing damit an, daß die Schulklasse, in der die Wehrhahnleute saßen ich werde die Bande nachher vorstellen , einen neuen Lehrer bekam. Die Jungen waren im allgemeinen recht zufrieden mit ihm. Das ist ja schließlich die Hauptsache. Der Lehrer war noch jung, und so fiel es ihm nicht besonders schwer, mit seinen Jungen zu sprechen, als wäre er einer von ihnen. Das heißt, wenn er wollte. Und er wollte längst nicht immer. Nur dann, wenn es not tat. Und ob das der Fall war oder nicht, das entschied nur er selbst, nicht die Jungen. Aber grad deshalb lernten sie bei ihm, was das Zeug hielt. Nun, dieser Lehrer hieß Wehrhahn. Der Wehrhahn, sagten die Jungen einfach, wenn sie von ihm sprachen. Aber jetzt kommt noch ein Neuer. Und damit fängt die Geschichte eigentlich an. Dieser Neue war ein Junge der Klasse, von der die Rede ist. Johannes Messenzehl hieß er, kurz Hannes genannt, ein großer und etwas schlaksiger Junge. Sein Vater hatte vor einem halben Jahr das Papierwarengeschäft Josefine Krempelstetter übernommen. Die alte Frau Krempelstetter, Frau Messenzehls Tante, war nämlich gestorben und hatte ihrer Nichte den Laden hinterlassen. Bald wehte nun dort ein anderer Wind. Frau Krempelstetter hatte nämlich nur allerlei kleinen Kram geführt, Briefpapier, Hefte, Modellierbogen, Federn, Buntstifte, Ansichtskarten. Nun, ihr kennt diese Geschäftchen ja. Herr Messenzehl hatte da mehr Geschäftsgeist. Sofort richtete er eine Leihbibliothek ein, verkaufte dann auch Zeitungen, Dreißigpfennigromane, Kriminalhefte und Magazine. Die Sache machte sich bald. Von früh bis abends ging Messenzehls Ladenklingel. Und kamen auch jedesmal nur ein paar Zehnpfennigstücke ein, ? Hannes' Vater war nach Geschäftsschluß mit dem Kassenzählen immer zufrieden. Daß unter diesen Verhältnissen die Freundschaft des Hannes sehr gesucht war, läßt sich denken. Freilich mit "dem Wehrhahn" stand der neue Junge nidit so besonders. Dabei . 300 Gra. Buch. N° de réf. du libraire 135127800

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Description du livre Hermann Schaffstein Verlag, 1951. Taschenbuch. 14.-19 Tausend.. 16 cm 88 Seiten. taschenbuch. stärkere gebrauchsspuren,einband stärker an den kanten bestoßen, papiergebräunte seiten. die geschichte ist die weiterfürhung der Geschichte vom Roten U Herr Doktor Schlösser nörgelt ja an allem rum, es fing an das die schulklasse in der wehrhahnleute saßen einen neuen lehrer bekam. der lehrer war noch jung. Mehrere Klübchen gab es in der klasse, Herr wehrhahn konnte nun einige streiche der klassen und banden verhindern.Der Wehrhahn Als die Geschichte mit dem Wehrhahn damals in unserer Stadt aufkam, ist viel darüber gelacht worden. Beinahe wäre sie sogar ins Tageblatt gekommen. Ich war zufällig dabei, als Herr Behr-niann, den man ja vom "Roten U" kennt, sie brühwarm dem Redakteur brachte, Herrn Doktor Schlösser. Aber der war vernünftig. "Ich will Ihnen was sagen, Behrmann", meinte er, "denn Sie wissen anscheinend immer noch nicht, wozu eine Zeitung da ist. Die Leute wollen lesen, was der oder jener wieder für einen Unfug dahergeredet hat, ob ein Radfahrer in den Rinnstein gellogen ist, ob der Vesuv wieder spuckt oder das Krokodil im Zoo die Masern hat. Und wenn ich jetzt einen Streich bringen wollte, den unsere Jungen mal wieder anstellten, dann hieße es sofort: der Schlösser will wohl eine Kinderzeitung aufmachen! Daß eine solche Sache viel mehr Hand und Fuß hat als der andere Unsinn, den man leider Gottes drucken muß, das will kein Teufel einsehen."Nun ja, wir wissen schon, daß Doktor Schlösser an allem etwas zu nörgeln hatte. Aber diesmal mußte ich ihm recht geben. Die Geschichte hätte sich in der Zeitung nicht halb so hübsch ausgemacht, als wenn man sie vernünftig und in aller Ruhe erzählt. Herr Schlösser hätte sie ja auf zehn oder höchstens fünfzig Zeilen zusammenquetschen müssen. Und das wäre ewig schade gewesen.Herr Behrmann und ich haben uns also wieder einmal zusammengetan. Heut sind wir zu dem, morgen zu jenem gegangen, und überall haben wir herumgehorcht, bis wir die Geschichte säuberlich auf dem Notizblock stehen hatten. Ich kann also nun die Dinge hübsch eins nach dem andern erzählen, so wie sie vor sich gegangen sind.Es fing damit an, daß die Schulklasse, in der die Wehrhahnleute saßen ich werde die Bande nachher vorstellen , einen neuen Lehrer bekam. Die Jungen waren im allgemeinen recht zufrieden mit ihm. Das ist ja schließlich die Hauptsache. Der Lehrer war noch jung, und so fiel es ihm nicht besonders schwer, mit seinen Jungen zu sprechen, als wäre er einer von ihnen. Das heißt, wenn er wollte. Und er wollte längst nicht immer. Nur dann, wenn es not tat. Und ob das der Fall war oder nicht, das entschied nur er selbst, nicht die Jungen. Aber grad deshalb lernten sie bei ihm, was das Zeug hielt. Nun, dieser Lehrer hieß Wehrhahn. Der Wehrhahn, sagten die Jungen einfach, wenn sie von ihm sprachen. Aber jetzt kommt noch ein Neuer. Und damit fängt die Geschichte eigentlich an. Dieser Neue war ein Junge der Klasse, von der die Rede ist. Johannes Messenzehl hieß er, kurz Hannes genannt, ein großer und etwas schlaksiger Junge. Sein Vater hatte vor einem halben Jahr das Papierwarengeschäft Josefine Krempelstetter übernommen. Die alte Frau Krempelstetter, Frau Messenzehls Tante, war nämlich gestorben und hatte ihrer Nichte den Laden hinterlassen. Bald wehte nun dort ein anderer Wind. Frau Krempelstetter hatte nämlich nur allerlei kleinen Kram geführt, Briefpapier, Hefte, Modellierbogen, Federn, Buntstifte, Ansichtskarten. Nun, ihr kennt diese Geschäftchen ja. Herr Messenzehl hatte da mehr Geschäftsgeist. Sofort richtete er eine Leihbibliothek ein, verkaufte dann auch Zeitungen, Dreißigpfennigromane, Kriminalhefte und Magazine. Die Sache machte sich bald. Von früh bis abends ging Messenzehls Ladenklingel. Und kamen auch jedesmal nur ein paar Zehnpfennigstücke ein, ? Hannes' Vater war nach Geschäftsschluß mit dem Kassenzählen immer zufrieden. Daß unter diesen Verhältnissen die Freundschaft des Hannes sehr gesucht war, läßt sich denken. Freilich mit "dem Wehrhahn" stand der neue Junge . 300 Gr. Buch. N° de réf. du libraire 592127790

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