Versteinertes Leid .Michelangelo Buonarroti die Gärten der Medici und die Päpstliche Messe von Karel Schulz

Schulz, Karel

Edité par Artia Verlag, Prag, 1955
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Titre : Versteinertes Leid .Michelangelo Buonarroti ...

Éditeur : Artia Verlag, Prag

Date d'édition : 1955

Reliure : Leinen

Etat de la jaquette : Dust Jacket Included

Edition : 1.Auflage.

Type de livre : Buch

Description :

602 S. Leineneinband mit OU. Seiten gebräunt,OU mit läsuren. 'Karel Schulz war von Beruf Journalist. Er entstammte einer Familie, der die tschechische Kultur eine ganze Reihe gewichtiger Namen verdankt.Zwei Perioden kennzeichnen sein Prosaschaffen: die Jahre des literarischen Anlaufs, die im Zeichen der proletarischen Kunst, des Poetismus und Surrealismus standen, und ? nach wölfjährigem publizistischem Verstummen ? die Zeit künstlerischer Reife, an deren linde der tragische Torso des Michelangelo'Romans steht. Die uns erhaltenen Tagebuch' auf Zeichnungen weisen darauf hin, daß für Karel Schulz die Jahre, die dem Beginn der Arbeit ¡in diesem seinem Lebenswerk vorangingen, eine Zeit schwerer weltanschaulicher und geo miitsmäßiger Krisen bedeuteten, deren Intensität in seinem Roman deutlich wahrnehmbar ist. Nach mehreren vergeblichen Versuchen, die Problematik des Musikgenies in einen Ro' man einzufangen, wählte sich Karel Schulz schließlich, zu Beginn des Jahres 1941, Michelangelo Buonarroti als Thema, dessen Werk und Epoche schon seit seiner Jugend eines der Objekte seiner Interessen und Studien bildete. Bloß das Erscheinen des ersten Teils der beabsichtigten Romantrilogie, die er ursprünglich sogar als Pentalogie geplant hatte, war ihm kurz vor seinem Tod noch zu erleben vergönnt. Diesen ersten Teil hatte er in rasender Hast binnen zehn Monaten und etlichen Tagen geschrieben. Über Sinn und Ziel seines Romans, der durchaus kein ?bloßer Führer durch die Werke Michelangelos' sein sollte, sprach sich der Autor in einem Zeitungsinterview folgendermaßen aus: ?Um zwei Dinge ging es mir: vor allem darum, Michelangelos Arbeit auf dem Hinter/ grund des ungeheueren Freskos festzuhalten, das die Epoche seines neunzig Jahre währenden Lebens bildete, und um die Motivierung eines jeden seiner Meißelschläge eben vermittels jener typisch michelangelesken Geisteshaltung gegenüber den Zeichen, Irrtümern und Phänomenen seiner Zeit. Es handelte sich nicht nur darum, sich schmerzlich bis zu den innerlichsten Vibrationen durchzutasten, die seine Gefühls' oder Geisteserlebnisse hervorriefen, sondern darum, in immer neuen Konfrontationen darauf hinzuweisen, worin er sich, schon von allem Anfang an, so scharf von der gesamten damaligen Zeitströmung unterschied, mochte es sich nun um die erste Epoche am Hofe des Lorenzo Magnifico Medici han' dein, oder um den Hof des Papstes Julius oder um jenen der beiden Medicipäpste, mochten es nun die ungestümen Wirbel und Unterströmungen des Piatonismus sein, oder die Lehre Savonarolas, oder schließlich in der Reife des Greisenalters der Kreis der Vittoria Colonna und der Einfluß des Kardinals Reginald Pole. Ich wollte aufzeigen, daß Michelangelo bereits von allem Anfang an in der Welt des Rinascimento seine eigene michelangeleske Welt besaß, seine unermeßlich extatirche und peinvolle, bis zum Wahnsinn leiderfüllte Welt, die so riesenhaft war, daß bloß die Bibel, Dante und die Gestalten seiner Giganten ihm Heimat sein konnten. Der kalte Intellektualismus Leonardo da Vincis, die genießerische Süßigkeit Raffaels und die deskriptiven Tragödien der übrigen Renaissancekünstler hatten keinen Platz in seinem Herzen und interessierten ihn auch nicht. Michelangelo kannte zur Zeit der üppigsten Genußsucht des Rinascimento wie auch zur Zeit des ersten Auflo' derns des Barocks bloß eine einzige Tragödie und diese war der Mensch. Die grenzenlose Trauer und das grenzenlose Leid, die diese Erkenntnis ihm bereitete, bildeten sozusagen das einzige Stilentwicklungsprinzip, das seine Werke aufwiesen, angefangen von dem schreckener' regenden Blick der Madonna auf der Treppe (1431) bis zur Pietä Rondanini (1564), also bis zu einem Zeitpunkt, der bloß wenige Tage vor seinem Tod liegt: Die Erkenntnis des Leids und der Tragödie des Menschen machte Michelangelo vom ersten Augenblick an bereits zu einem vollendeten Künstler und einer vollendeten Persönlichkeit.' Vom zweiten Teil der Trilogie, der den Namen . 1200 Gramm. N° de réf. du libraire 592126278

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