Ein Blick auf die Wandlung der Kritik der Moderne und ihre Folgen für Kunst und Theater. Dieses Buch untersucht, wie sich Kritik aus einer festen Normenwelt in eine offene, faktengestützte Wissenschaft verwandelt hat und welche neuen Fragen daraus entstanden. Es vergleicht zwei Kritikertrends und zeigt, welche Auswirkungen das auf Romane, Malerei, Musik und die Bühne hat.
Der Text beschreibt, wie sich die Kritik von einer absolutistischen Kunstidee abkehrte und stattdessen die Welt nach Ursachen dekodierte. Es wird aufgezeigt, wie zwei Kritikergruppen die Zeit beobachten: Die einen sammeln Biografien und psychologische Details, die anderen interessieren sich für die allgemeine Psyche einer Epoche. Dazu werden Beispiele wie Bourget, Sainte-Beuve und Taine herangezogen, um den Wandel greifbar zu machen.
Im Kapitel über das „Nouvelle Jeu“ wird ein neuer Typ junger Figuren vorgestellt, deren Lebensentwürfe und Gefühle die Romane prägen. Auch die Theaterkunst kommt zu Wort: Es geht um Realismus, Naturalismus und die Frage, wie Schauspielerinnen und Schauspieler heute verschiedene Richtungen gleichzeitig darstellen können. Der Text plädiert für eine ganzheitliche Kunstfigur – den Menschen in seiner Vielgestaltigkeit – statt starrer Schubladen.
Ideal für Leserinnen und Leser, die sich für die Entstehung moderner Kritik und deren Auswirkungen auf Literatur und Theater interessieren.
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