Los Angeles - Couverture souple

Cay Sophie Rabinowitz (Hg.)

 
9783000163630: Los Angeles

Synopsis

Die englisch-amerikanische Künstlerin und Filmemacherin Sarah Morris (geb.1967) hat parallel zu ihren abstrakten Gemälden Filme über amerikanische Großstädte gemacht, darunter auch über Los Angeles. Sie visualisiert darin die Verflechtung von Macht und Alltagsleben durch die Montage von Straßenszenen mit charakteristischen Architekturdetails und eigenen Bildern. Das Buch zum Film zeigt diesen Blick von innen auf die Stadt in Texten und Bildern. Ihre Arbeiten waren auch in Deutschland zu sehen, u.a. im Hamburger Bahnhof/Berlin (2001) und in der Kestner-Gesellschaft/Hannover (2005) Der Galerist als Verleger: Die Bücher bekommen durch ihre elegant-zurückhaltenden Leinen-Einbände mit Prägung ein unverwechselbares Aussehen und heben sich sehr ab vom einfallslosen mainstream der Buchproduktion.

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Revue de presse

Sarah Morris - Los Angeles It s such a complex city. It's all ego.(Morris) Sarah Morris (geb. 1967), international eine der bedeutendsten zeitgenössischen Künstlerinnen, wurde in den 1990er Jahren mit großformatigen Gemälden bekannt, in denen sie sich mit der Komplexität architektonischer Strukturen und deren schillernden Oberflächen auseinandersetzt. Nach Werkzyklen über New York (Midtown, 1998), Las Vegas (AM/PM, 1999), Washington (Capital, 2000) und Miami (Miami, 2002) untersucht Morris auch in ihrer aktuellen Serie Los Angeles (2004) die Formen städtischer Landschaft und urbaner Konstruktionen. Die Beschäftigung mit Oberflächen geht bei Morris stets einher mit einem Interesse an den dahinter liegenden Strukturen, welche die studierte Semiotikerin als Zeichen versteht, in denen sich unser soziales Netzwerk darstellt. Die 38jährige in New York und London lebende Künstlerin führt so in Los Angeles ihre Auseinandersetzung nicht nur mit der Ästhetik, sondern auch mit der Psychologie amerikanischer Städte fort. Die Raster von Fassaden oder urbanen Strukturen werden als fragmentarische, stark abstrahierte Muster auf die Leinwand übertragen und erinnern in diesem Vorgehen an Piet Mondrians letztes Werk Broadway Boogie Woogie von 1942/43, welches in geometrischer Abstraktion die pulsierende Dynamik und den Rhythmus New Yorks einzufangen vermochte. Sarah Morris untersucht die Möglichkeiten einer strukturellen und geometrischen Interpretation der städtischen Realität aus zeitgenössischer Perspektive: Die Liniengeflechte und geometrischen Formen lassen dabei den Betrachter nicht nur an Hochhausfassaden, rasterförmige Grundrisse oder großstädtische Verkehrsnetze denken, sondern verweisen auch auf die vielschichtigen sozialen Strukturen der urbanen Umwelt. Über- sowie untereinander liegende Flächen und Linien, Diagonalen und Vielecke dominieren sowohl die zweidimensionalen Malereien als auch Zeichnungen. In diesem Sinne beschreibt Morris 1999 ihre Intentionen: The emptiness and flatness reflects the way things are. It's perverse to create a seductive emptiness. The work distorts reality by simplifying experiences into code and icons. I amplify, distort and exaggerate. I am putting a foot on the accelerator. Bewusst zwischen Dokumentation und (Selbst-)Inszenierung oszillierend fängt der 25-minütige, im Breitbandformat gedrehte Film in kühlen Hochglanzbildern die narzisstische und scheinbar perfekte Welt der Filmmetropole Los Angeles ein. In wechselnden Bildsequenzen, zusammengehalten von dem pulsierenden Soundtrack des britischen Künstlers Liam Gillick, zeigt Sarah Morris die einzigartige Architektur und die Menschen einer sich selbst inszenierenden Stadt in ihrem extremsten Moment: der Woche rund um die Oscar-Verleihung. Sterile urbane Szenen und architektonische Details einer zunehmend dezentralisierten Stadtlandschaft wechseln mit dem Blick hinter die Kulissen der Traumfabrik Hollywood. Akteure der Filmindustrie, Produzenten, Regisseure, Starlets und Schauspieler wie Dennis Hopper, Brad Pitt oder Uma Thurman werden ohne Kommentar und Erzählung gezeigt, in von ihnen selbst gewählten Situationen, und erscheinen lediglich als Teil eines halb realen, halb fiktiven Stadtkosmos.Legte Morris ihr Augenmerk in dem Film Capital (2000) noch hauptsächlich auf die amerikanischen Machtstrukturen, rücken nun die sozialen Strukturen der Filmmetropole Los Angeles und die Psychologie jener Gesellschaft ins Visier der Künstlerin. Bewusst zeigt Morris mit einem nur scheinbar objektiven Blick Personen und Requisiten distanzlos und direkt aus ungewöhnlichen Kameraperspektiven. Desavouierende Close-Ups beispielsweise von Botox-Injektionen, Augenoperationen oder Teeth Bleaching vermögen die Künstlichkeit dieser Scheinwelt zwar zu enttarnen, operieren jedoch gleichzeitig voyeuristisch und verführerisch. (galerie kestner)

Informationen auf www[punkt]whitecube[punkt]com/exhibitions/losangeles (whitecube)

Présentation de l'éditeur

Die englisch-amerikanische Künstlerin und Filmemacherin Sarah Morris (geb.1967) hat parallel zu ihren abstrakten Gemälden Filme über amerikanische Großstädte gemacht, darunter auch über Los Angeles. Sie visualisiert darin die Verflechtung von Macht und Alltagsleben durch die Montage von Straßenszenen mit charakteristischen Architekturdetails und eigenen Bildern. Das Buch zum Film zeigt diesen Blick von innen auf die Stadt in Texten und Bildern. Ihre Arbeiten waren auch in Deutschland zu sehen, u.a. im Hamburger Bahnhof/Berlin (2001) und in der Kestner-Gesellschaft/Hannover (2005) Der Galerist als Verleger: Die Bücher bekommen durch ihre elegant-zurückhaltenden Leinen-Einbände mit Prägung ein unverwechselbares Aussehen und heben sich sehr ab vom einfallslosen mainstream der Buchproduktion.

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