Aus heutiger Sicht mag das Thema 'Freundschaft' fast trivial erscheinen, aber die Beiträger zu diesem Band argumentieren aus unterschiedlichsten wissenschaftlichen Perspektiven, dass schon in der Spätantike, dann aber vor allem seit dem hohen Mittelalter Freundschaft zu einem zentralen Aspekt des öffentlichen Diskurses aufstieg, der wesentlich die öffentliche Auseinandersetzung um die ethischen und moralischen Werte bestimmte. Während die höfische Dichtung sich nur eher marginal mit Freundschaft beschäftigte und diese als mehr oder weniger gegeben ansah, spielte sie gerade unter den Intellektuellen und religiös Inspirierten eine zentrale Rolle. Das Vorbild Ciceros und die Aussagen der großen Theologen des Mittelalters sorgten dafür, dass das Interesse an Freundschaft stets weiter gepflegt wurde, wenngleich der idealistische Anspruch oftmals an den harten Tatsachen zerschellte, wie das Beispiel des Nibelungenlieds gut vor Augen führt. Im Spätmittelalter stieg jedoch die Zahl der kritischen Stimmen, die über den Niedergang der Freundschaft klagten, und im 16. und 17. Jahrhundert galt Freundschaft überwiegend als ein politisches Instrumentarium ohne große idealistische Bedeutung. Der Diskurs wurde zwar weitergeführt, Freundschaftsbünde wurden geschlossen, Freundschaftsalben geführt, aber die traditionelle Wertschätzung scheint weitgehend verloren gegangen zu sein, bis es im 18. Jahrhundert zu einem Neuaufschwung kam, der aber hier nicht mehr berücksichtigt wird.
Les informations fournies dans la section « Synopsis » peuvent faire référence à une autre édition de ce titre.
Albrecht Classen, University of Arizona, Tuscon, USA; Marilyn Sandidge, Westfield State University, USA.
Les informations fournies dans la section « A propos du livre » peuvent faire référence à une autre édition de ce titre.
Vendeur : moluna, Greven, Allemagne
Hardcover. Etat : New. Dieser Artikel ist ein Print on Demand Artikel und wird nach Ihrer Bestellung fuer Sie gedruckt. The aim of this English-language series on medieval studies is to establish a methodical, discerning connection between text analysis and cultural history. The series addresses the fundamental cultural themes of the medieval world from the perspective of. N° de réf. du vendeur 4456055
Quantité disponible : Plus de 20 disponibles
Vendeur : Brook Bookstore On Demand, Napoli, NA, Italie
Etat : new. N° de réf. du vendeur ea6691e87f2dbe028cab6879263ab978
Quantité disponible : Plus de 20 disponibles
Vendeur : AHA-BUCH GmbH, Einbeck, Allemagne
Buch. Etat : Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Although it seems that erotic love generally was the prevailing topic in the medieval world and the Early Modern Age, parallel to this the Ciceronian ideal of friendship also dominated the public discourse, as this collection of essays demonstrates. Following an extensive introduction, the individual contributions explore the functions and the character of friendship from Late Antiquity (Augustine) to the 17th century. They show the spectrum of variety in which this topic appeared not only in literature, but also in politics and even in painting.; Aus heutiger Sicht mag das Thema 'Freundschaft' fast trivial erscheinen, aber die Beiträger zu diesem Band argumentieren aus unterschiedlichsten wissenschaftlichen Perspektiven, dass schon in der Spätantike, dann aber vor allem seit dem hohen Mittelalter Freundschaft zu einem zentralen Aspekt des öffentlichen Diskurses aufstieg, der wesentlich die öffentliche Auseinandersetzung um die ethischen und moralischen Werte bestimmte. Während die höfische Dichtung sich nur eher marginal mit Freundschaft beschäftigte und diese als mehr oder weniger gegeben ansah, spielte sie gerade unter den Intellektuellen und religiös Inspirierten eine zentrale Rolle. Das Vorbild Ciceros und die Aussagen der großen Theologen des Mittelalters sorgten dafür, dass das Interesse an Freundschaft stets weiter gepflegt wurde, wenngleich der idealistische Anspruch oftmals an den harten Tatsachen zerschellte, wie das Beispiel des Nibelungenlieds gut vor Augen führt. Im Spätmittelalter stieg jedoch die Zahl der kritischen Stimmen, die über den Niedergang der Freundschaft klagten, und im 16. und 17. Jahrhundert galt Freundschaft überwiegend als ein politisches Instrumentarium ohne große idealistische Bedeutung. Der Diskurs wurde zwar weitergeführt, Freundschaftsbünde wurden geschlossen, Freundschaftsalben geführt, aber die traditionelle Wertschätzung scheint weitgehend verloren gegangen zu sein, bis es im 18. Jahrhundert zu einem Neuaufschwung kam, der aber hier nicht mehr berücksichtigt wird. N° de réf. du vendeur 9783110253979
Quantité disponible : 1 disponible(s)
Vendeur : Ria Christie Collections, Uxbridge, Royaume-Uni
Etat : New. In English. N° de réf. du vendeur ria9783110253979_new
Quantité disponible : Plus de 20 disponibles
Vendeur : BuchWeltWeit Ludwig Meier e.K., Bergisch Gladbach, Allemagne
Buch. Etat : Neu. This item is printed on demand - it takes 3-4 days longer - Neuware -Although it seems that erotic love generally was the prevailing topic in the medieval world and the Early Modern Age, parallel to this the Ciceronian ideal of friendship also dominated the public discourse, as this collection of essays demonstrates. Following an extensive introduction, the individual contributions explore the functions and the character of friendship from Late Antiquity (Augustine) to the 17th century. They show the spectrum of variety in which this topic appeared not only in literature, but also in politics and even in painting.; Aus heutiger Sicht mag das Thema 'Freundschaft' fast trivial erscheinen, aber die Beiträger zu diesem Band argumentieren aus unterschiedlichsten wissenschaftlichen Perspektiven, dass schon in der Spätantike, dann aber vor allem seit dem hohen Mittelalter Freundschaft zu einem zentralen Aspekt des öffentlichen Diskurses aufstieg, der wesentlich die öffentliche Auseinandersetzung um die ethischen und moralischen Werte bestimmte. Während die höfische Dichtung sich nur eher marginal mit Freundschaft beschäftigte und diese als mehr oder weniger gegeben ansah, spielte sie gerade unter den Intellektuellen und religiös Inspirierten eine zentrale Rolle. Das Vorbild Ciceros und die Aussagen der großen Theologen des Mittelalters sorgten dafür, dass das Interesse an Freundschaft stets weiter gepflegt wurde, wenngleich der idealistische Anspruch oftmals an den harten Tatsachen zerschellte, wie das Beispiel des Nibelungenlieds gut vor Augen führt. Im Spätmittelalter stieg jedoch die Zahl der kritischen Stimmen, die über den Niedergang der Freundschaft klagten, und im 16. und 17. Jahrhundert galt Freundschaft überwiegend als ein politisches Instrumentarium ohne große idealistische Bedeutung. Der Diskurs wurde zwar weitergeführt, Freundschaftsbünde wurden geschlossen, Freundschaftsalben geführt, aber die traditionelle Wertschätzung scheint weitgehend verloren gegangen zu sein, bis es im 18. Jahrhundert zu einem Neuaufschwung kam, der aber hier nicht mehr berücksichtigt wird. 812 pp. Englisch. N° de réf. du vendeur 9783110253979
Quantité disponible : 2 disponible(s)
Vendeur : Majestic Books, Hounslow, Royaume-Uni
Etat : New. pp. ix + 802 17 Figures. N° de réf. du vendeur 57121145
Quantité disponible : 3 disponible(s)
Vendeur : Revaluation Books, Exeter, Royaume-Uni
Hardcover. Etat : Brand New. 1st edition. 794 pages. 9.00x7.50x1.00 inches. In Stock. N° de réf. du vendeur __3110253976
Quantité disponible : 2 disponible(s)
Vendeur : Books Puddle, Woodside, NY, Etats-Unis
Etat : New. pp. ix + 802. N° de réf. du vendeur 2651390118
Quantité disponible : 3 disponible(s)
Vendeur : Kennys Bookshop and Art Galleries Ltd., Galway, GY, Irlande
Etat : New. 2011. 1st Edition. hardcover. . . . . . N° de réf. du vendeur V9783110253979
Quantité disponible : Plus de 20 disponibles
Vendeur : Rarewaves USA, HEBRON, KY, Etats-Unis
Hardback. Etat : New. Aus heutiger Sicht mag das Thema ,Freundschaft' fast trivial erscheinen, aber die Beiträger zu diesem Band argumentieren aus unterschiedlichsten wissenschaftlichen Perspektiven, dass schon in der Spätantike, dann aber vor allem seit dem hohen Mittelalter Freundschaft zu einem zentralen Aspekt des öffentlichen Diskurses aufstieg, der wesentlich die öffentliche Auseinandersetzung um die ethischen und moralischen Werte bestimmte. Während die höfische Dichtung sich nur eher marginal mit Freundschaft beschäftigte und diese als mehr oder weniger gegeben ansah, spielte sie gerade unter den Intellektuellen und religiös Inspirierten eine zentrale Rolle. Das Vorbild Ciceros und die Aussagen der großen Theologen des Mittelalters sorgten dafür, dass das Interesse an Freundschaft stets weiter gepflegt wurde, wenngleich der idealistische Anspruch oftmals an den harten Tatsachen zerschellte, wie das Beispiel des Nibelungenlieds gut vor Augen führt. Im Spätmittelalter stieg jedoch die Zahl der kritischen Stimmen, die über den Niedergang der Freundschaft klagten, und im 16. und 17. Jahrhundert galt Freundschaft überwiegend als ein politisches Instrumentarium ohne große idealistische Bedeutung. Der Diskurs wurde zwar weitergeführt, Freundschaftsbünde wurden geschlossen, Freundschaftsalben geführt, aber die traditionelle Wertschätzung scheint weitgehend verloren gegangen zu sein, bis es im 18. Jahrhundert zu einem Neuaufschwung kam, der aber hier nicht mehr berücksichtigt wird. N° de réf. du vendeur LU-9783110253979
Quantité disponible : Plus de 20 disponibles