Forderungen nach Dekolonialisierung haben in den Altertumswissenschaften zuletzt eine heftige Debatte uber den Platz der griechisch-romischen Antike in der Geschichte und Gegenwart ausgelost. Jonas Grethlein zeichnet hier diese Debatte nach und entwickelt eine eigene Position. Den Advokaten der Identitatspolitik, die eine kritische Revision der Geschichte der Altertumswissenschaften und des Kanons fordern, stehen konservative Fachvertreter gegenuber, die im griechisch-romischen Altertum die Wurzeln unserer kulturellen Identitat sehen. In beiden Fallen erweist sich die Kategorie der Identitat als problematisch - sie verkurzt entweder den Zugriff auf die Antike narzisstisch oder uberstrapaziert sie normativ. Auch Uvo Holschers Formel des 'nachsten Fremden' kann in einer globalisierten Welt die Beschaftigung mit der Antike nicht mehr rechtfertigen - es gibt viele andere vergangene und gegenwartige Kulturen, die uns neue Perspektiven auf die Gegenwart eroffnen konnen. Es ist eine zentrale Herausforderung fur die Altertumswissenschaften, die Hinterlassenschaft der Antike fur die Gegenwart fruchtbar zu machen. Auch wenn griechische und lateinische Texte keinen besonderen Status mehr beanspruchen konnen, bietet ihre Reflexivitat vielfaltige Ansatzpunkte fur die Auseinandersetzung.
Les informations fournies dans la section « Synopsis » peuvent faire référence à une autre édition de ce titre.
Geboren 1978; 1997-2002 Studium in Göttingen, Oxford und Freiburg; 2002 Promotion; 2003 Emmy-Noether-Programm; 2005 Habilitation; 2007 Assistant Professor an der University of California, Santa Barbara; seit 2008 Professor in Heidelberg; 2013-18 ERC Starting Grant; seit 2021 ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.
Les informations fournies dans la section « A propos du livre » peuvent faire référence à une autre édition de ce titre.
Vendeur : ISD LLC, Bristol, CT, Etats-Unis
paperback. Etat : New. 1st. N° de réf. du vendeur 1635051
Quantité disponible : 7 disponible(s)
Vendeur : GreatBookPrices, Columbia, MD, Etats-Unis
Etat : As New. Unread book in perfect condition. N° de réf. du vendeur 45061517
Quantité disponible : 7 disponible(s)
Vendeur : Kennys Bookshop and Art Galleries Ltd., Galway, GY, Irlande
Etat : New. 2022. Paperback. . . . . . N° de réf. du vendeur V9783161618529
Quantité disponible : 2 disponible(s)
Vendeur : GreatBookPrices, Columbia, MD, Etats-Unis
Etat : New. N° de réf. du vendeur 45061517-n
Quantité disponible : 7 disponible(s)
Vendeur : Antiquariat Logos, München, Allemagne
Kl.-8°, Brosch. VII, 94 S. Neuwertiges Ex. // Forderungen nach Dekolonialisierung haben in den Altertumswissenschaften zuletzt eine heftige Debatte über den Platz der griechisch-römischen Antike in der Geschichte und Gegenwart ausgelöst. Jonas Grethlein zeichnet hier diese Debatte nach und entwickelt eine eigene Position. Den Advokaten der Identitätspolitik, die eine kritische Revision der Geschichte der Altertumswissenschaften und des Kanons fordern, stehen konservative Fachvertreter gegenüber, die im griechisch-römischen Altertum die Wurzeln unserer kulturellen Identität sehen. In beiden Fällen erweist sich die Kategorie der Identität als problematisch sie verkürzt entweder den Zugriff auf die Antike narzisstisch oder überstrapaziert sie normativ. Auch Uvo Hölschers Formel des `nächsten Fremden` kann in einer globalisierten Welt die Beschäftigung mit der Antike nicht mehr rechtfertigen es gibt viele andere vergangene und gegenwärtige Kulturen, die uns neue Perspektiven auf die Gegenwart eröffnen können. Es ist eine zentrale Herausforderung für die Altertumswissenschaften, die Hinterlassenschaft der Antike für die Gegenwart fruchtbar zu machen. Auch wenn griechische und lateinische Texte keinen besonderen Status mehr beanspruchen können, bietet ihre Reflexivität vielfältige Ansatzpunkte für die Auseinandersetzung. ISBN: 9783161618529 Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 98. N° de réf. du vendeur 27902
Quantité disponible : 1 disponible(s)
Vendeur : Kennys Bookstore, Olney, MD, Etats-Unis
Etat : New. 2022. Paperback. . . . . . Books ship from the US and Ireland. N° de réf. du vendeur V9783161618529
Quantité disponible : 2 disponible(s)
Vendeur : Jasmin Berger, Sassnitz, Allemagne
Softcover. Etat : Gut bis sehr gut. Forderungen nach Dekolonialisierung haben in den Altertumswissenschaften zuletzt eine heftige Debatte über den Platz der griechisch-römischen Antike in der Geschichte und Gegenwart ausgelöst. Jonas Grethlein zeichnet hier diese Debatte nach und entwickelt eine eigene Position. Den Advokaten der Identitätspolitik, die eine kritische Revision der Geschichte der Altertumswissenschaften und des Kanons fordern, stehen konservative Fachvertreter gegenüber, die im griechisch-römischen Altertum die Wurzeln unserer kulturellen Identität sehen. In beiden Fällen erweist sich die Kategorie der Identität als problematisch - sie verkürzt entweder den Zugriff auf die Antike narzisstisch oder überstrapaziert sie normativ. Auch Uvo Hölschers Formel des 'nächsten Fremden' kann in einer globalisierten Welt die Beschäftigung mit der Antike nicht mehr rechtfertigen - es gibt viele andere vergangene und gegenwärtige Kulturen, die uns neue Perspektiven auf die Gegenwart eröffnen können. Es ist eine zentrale Herausforderung für die Altertumswissenschaften, die Hinterlassenschaft der Antike für die Gegenwart fruchtbar zu machen. Auch wenn griechische und lateinische Texte keinen besonderen Status mehr beanspruchen können, bietet ihre Reflexivität vielfältige Ansatzpunkte für die Auseinandersetzung. N° de réf. du vendeur ks9
Quantité disponible : 1 disponible(s)