Das Mussen druckt eine zwingende Notwendigkeit aus und ist ein machtiges Instrument. Es vermittelt Macht. Uns dieses Mussens bewusst zu werden und uns dann im Gegenzug Raume des Nicht-Mussens wie der Musse zu erschliessen, ist ein bedeutsames Thema. In den Gender Studies und daruber hinaus lasst sich das Mussen als hochpolitische Dimension lesen, denn mit dem Mussen gehen normative Setzungen und Ordnungssysteme Hand in Hand. Dies eroffnet aktuelle Fragen zu Machtstrukturen, innerhalb derer sich Wissenschaft und Kunst bewegen.Wenn wir die Welt gestalten, uns nicht dem Mussen unterwerfen wollen, braucht es neue Vorstellungen von dem, was moglich ist. Es braucht neue Lebens- und Arbeitsformen, um dem Schrecken von Anthropozan und Kapitalozan, wie Donna Haraway (2018) formulierte, zu begegnen. Es bedarf einer veranderten Beziehung zu Zeit, Raum und zu uns selbst. Die Pandemie hat auf den Ist-Stand der Welt ein Brennglas gerichtet. Ein Nachdenken uber die Musse tragt dazu bei, sie neu wahrzunehmen und andere Wege zu finden, in ihr zu leben.
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Andrea Ellmeier, Historikerin, Leiterin der Stabstelle Gleichstellung, Gender und Diversität an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Co-Hg.in der Reihe mdw Gender Wissen.
Doris Ingrisch, Kulturwissenschafterin und assoziierte Univ. Dozentin am Institut für Kulturmanagement und Gender Studies an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
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Taschenbuch. Etat : Neu. Neuware - Das Müssen drückt eine zwingende Notwendigkeit aus und ist ein mächtiges Instrument. Es vermittelt Macht. Uns dieses Müssens bewusst zu werden und uns dann im Gegenzug Räume des Nicht-Müssens wie der Muße zu erschließen, ist ein bedeutsames Thema. In den Gender Studies und darüber hinaus lässt sich das Müssen als hochpolitische Dimension lesen, denn mit dem Müssen gehen normative Setzungen und Ordnungssysteme Hand in Hand. Dies eröffnet aktuelle Fragen zu Machtstrukturen, innerhalb derer sich Wissenschaft und Kunst bewegen.Wenn wir die Welt gestalten, uns nicht dem Müssen unterwerfen wollen, braucht es neue Vorstellungen von dem, was möglich ist. Es braucht neue Lebens- und Arbeitsformen, um dem »Schrecken von Anthropozän und Kapitalozän«, wie Donna Haraway (2018) formulierte, zu begegnen. Es bedarf einer veränderten Beziehung zu Zeit, Raum und zu uns selbst. Die Pandemie hat auf den Ist-Stand der Welt ein Brennglas gerichtet. Ein Nachdenken über die Muße trägt dazu bei, sie neu wahrzunehmen und andere Wege zu finden, in ihr zu leben. N° de réf. du vendeur 9783205215813
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