Fur die Jahrzehnte um 1900 sind Bildpostkarten ein Schlusselmedium zur Erforschung des popularen visuellen Wissens von der Musik. Dieser Band erschliesst erstmals in grosser Breite und aus der Perspektive von Musik-, Kultur- und Kunstgeschichte das Medium Postkarte als Quelle zur Erforschung der Musik, ihrer Geschichte, Kultur und Soziologie. Als kommerzielles Massenmedium spiegeln historische Bildpostkarten die Ansichten ihrer Zeit. Darstellungen musikalischer Praxen belegen idealisiertes oder reales Musikmachen, sein Gendering und seine sozialen Funktionalisierungen, z. B. fur politische Propaganda. Illustrationen dokumentieren mit erstaunlicher Ubereinstimmung verbreitete visuelle Assoziationen mit Liedern oder Arien. Bilder von Komponist: innen, Musiker: innen und Ensembles ermoglichen Einblicke in zeitgenossische Images. Postkarten dokumentieren Orte der Musik von der burgerlichen Stube bis zum Opernhaus und zeigen Soundscapes von der Strasse bis zum Jahrmarkt. Die Vielfalt der 'Musik per Post' ist dabei fast unuberschaubar. Sie spannt sich von Gemalden, Zeichnungen und Fotografien ohne und mit eingedruckten Text- und Musikincipits bis hin zu verkleinert gedruckten Notenblattern und Schallplatten-Ansichtskarten. Im vorliegenden Buch erkunden Musikwissenschaftler: innen, Kultur- und Kunsthistoriker: innen erstmals in dieser Breite die Vielfalt dieses faszinierenden Mediums.
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Sebastian Vaupel, geboren 1989; 2009-2012 Studium des „2-Fächer-Bachelors“ (Musik/Biologie) an der Universität Osnabrück mit dem Abschluss „Bachelor of Arts“, 2012-2015 Studium des Masterstudiengangs „Lehramt an Gymnasien“ an der Universität Osnabrück mit dem Abschluss „Master of Education“, 2015-2023 Promotion an der Universität Osnabrück mit dem Abschluss „Dr. phil.“. 2016-2022 Leitung der Geschäftsstelle des Archivs „Historische Bildpostkarten. Sammlung Prof. Dr. Sabine Giesbrecht“. 2022-2024 Referendariat am Studienseminar Osnabrück für das Lehramt an Gymnasien (2. Staatsexamen Dez. 2023). Seit Februar 2024 Lehrkraft am Gymnasium St. Mauritz in Münster.
Melanie Unseld ist Professorin für Historische Musikwissenschaft an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Sie studierte Historische Musikwissenschaft, Literaturwissenschaft, Philosophie und Angewandte Kulturwissenschaften in Karlsruhe und Hamburg, wo sie 1999 auch promovierte. Nach einem Lise Meitner-Habilitationsstipendium war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover am dortigen Forschungszentrum für Musik und Gender tätig. Sie dozierte an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg als Professorin für Kulturgeschichte der Musik und an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, wo sie die Professur für Historische Musikwissenschaft vertrat. In Oldenburg zeichnete sie außerdem als Direktorin des Zentrums für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung verantwortlich, an der dortigen Fakultät für Sprach- und Kulturwissenschaften war sie außerdem seit 2015 Dekanin. Unseld habilitierte 2013 in Hannover über »Biographie und Musikgeschichte". Zu ihren Herausgeberschaften gehören das »Lexikon Musik und Gender", »Reclams Komponistenlexikon« sowie die Reihen »Europäische Komponistinnen« und »Biographik. Theorie – Kritik – Praxis".
Dr. Daniel Morat ist Privatdozent am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin.
Dr. Juliane Brauer ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung im Forschungsbereich Geschichte der Gefühle.
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Buch. Etat : Neu. Neuware - Für die Jahrzehnte um 1900 sind Bildpostkarten ein Schlüsselmedium zur Erforschung des populären visuellen Wissens von der Musik. Dieser Band erschließt erstmals in großer Breite und aus der Perspektive von Musik-, Kultur- und Kunstgeschichte das Medium Postkarte als Quelle zur Erforschung der Musik, ihrer Geschichte, Kultur und Soziologie. Als kommerzielles Massenmedium spiegeln historische Bildpostkarten die Ansichten ihrer Zeit. Darstellungen musikalischer Praxen belegen idealisiertes oder reales Musikmachen, sein Gendering und seine sozialen Funktionalisierungen, z. B. für politische Propaganda. Illustrationen dokumentieren mit erstaunlicher Übereinstimmung verbreitete visuelle Assoziationen mit Liedern oder Arien. Bilder von Komponist:innen, Musiker:innen und Ensembles ermöglichen Einblicke in zeitgenössische Images. Postkarten dokumentieren Orte der Musik von der bürgerlichen Stube bis zum Opernhaus und zeigen Soundscapes von der Straße bis zum Jahrmarkt. Die Vielfalt der 'Musik per Post' ist dabei fast unüberschaubar. Sie spannt sich von Gemälden, Zeichnungen und Fotografien ohne und mit eingedruckten Text- und Musikincipits bis hin zu verkleinert gedruckten Notenblättern und Schallplatten-Ansichtskarten. Im vorliegenden Buch erkunden Musikwissenschaftler:innen, Kultur- und Kunsthistoriker:innen erstmals in dieser Breite die Vielfalt dieses faszinierenden Mediums. N° de réf. du vendeur 9783205218678
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