Was nicht vernetzt ist, existiert nicht. So zumindest wird es heute unter dem Eindruck von Computer und Internet suggeriert. Doch die neueste Netzwerktechnik hat viele Vorgeschichten. In drei Jahrhundertschritten 1800 - 1900 - 2000 untersucht der Band Vernetzung als Leitmetapher und zentrale Kulturtechnik der Moderne aus der Perspektive unterschiedlicher Disziplinen. Neue Tendenzen in Diskursanalyse und Wissenspoetik legen es nahe, nicht-lineare, unsystematische Organisationsformen vernetzungslogisch und -asthetisch zu denken. Von der Chaostheorie und der Molekularbiologie gehen ahnliche Impulse aus. Gedachtnistheorien und Assoziationsforschung bestarken die Vermutung, dass sich auch Einzelsubjekte und ganze Kulturen nach Modellen der Vernetzung organisieren. Die Telekommunikation steht im Zeichen der Abkopplung der Kommunikation von Zeit, Raum und leiblicher Prasenz. Die Ablosung des Nationalstaats durch internationale Interessennetze mit ihren Finanz- und Waren-, Verkehrs-, Informations- und Menschenstromen sind der Hintergrund fur die Konjunktur des Vernetzungsmodells. In Kunst und Asthetik ist Vernetzung als poetologisches Prinzip seit 1800 wohlvertraut. Diese entwickeln Modelle netzartiger Organisation, die auch auf ausserasthetische Bereiche anwendbar sind.
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1963-1969 Studium der Germanistik, Philosophie, Theologie und Pädagogik. 1977 Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Hamburg. 1990-92 Fellow am Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen, Kulturwissenschaftliches Institut Essen, seit 1993 Professor für Kulturtheorie und Mentalitätsgeschichte an der Humboldt Universität Berlin. Seit 1986 Leiter verschiedener DFG-Forschungsprojekte (zuletzt: Edition der Werke von Hans Henny Jahnn); mit Böhme, Gernot: Das Andere der Vernunft. Zur Entwicklung von Rationalitätsstrukturen am Beispiel Kants. Frankfurt am Main 1983. [3. Aufl. 1989]
Jürgen Barkhoff lehrt am Department of Germanic Studies der University of Dublin, Trinity College.
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Broschiert. Etat : Gut. 357 S. : Der Erhaltungszustand des hier angebotenen Werks ist trotz seiner Bibliotheksnutzung sehr sauber. Es befindet sich neben dem Rückenschild lediglich ein Bibliotheksstempel im Buch; ordnungsgemäß entwidmet. Neben dem oben aufgeführten Aufsatz befinden sich auch weitere Beiträge auch anderer Autoren in dem Werk. Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 630. N° de réf. du vendeur 2126443
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Etat : Sehr Gut. Zustandsbeschreibung: leichte Lagerspuren, Kanten leicht bestoßen. Hrsg. von Jürgen Barkhoff, Hartmut Böhme und Jeanne Riou. In 19 Beiträgen will der Band Verflechtungen von wissenschaftlichen, literarischen, medizinischen und kommunikationstechnischen Praktiken und Diskursen in exemplarischen Analysen darstellen. Was nicht vernetzt ist, existiert nicht. So zumindest wird es gegenwärtig unter dem Eindruck von Computer und Internet suggeriert. Doch die neueste Netzwerktechnik hat viele Vorgeschichten. In drei Jahrhundertschritten 1800 - 1900 - 2000 untersucht der Band Vernetzung als Leitmetapher und zentrale Kulturtechnik der Moderne aus der Perspektive unterschiedlicher Disziplinen. Neue Tendenzen in Diskursanalyse und Wissenspoetik legen es nahe, nicht-lineare, unsystematische Organisationsformen vernetzungslogisch und -ästhetisch zu denken. Von der Chaostheorie und der Molekularbiologie gehen ähnliche Impulse aus. Gedächtnistheorien und Assoziationsforschung bestärken die Vermutung, dass sich auch Einzelsubjekte und ganze Kulturen nach Modellen der Vernetzung organisieren. Die Telekommunikation steht im Zeichen der Abkopplung der Kommunikation von Zeit, Raum und leiblicher Präsenz. Die Ablösung des Nationalstaats durch internationale Interessennetze mit ihren Finanz- und Waren-, Verkehrs-, Informations- und Menschenströmen sind der Hintergrund für die Konjunktur des Vernetzungsmodells. In Kunst und Ästhetik ist Vernetzung als poetologisches Prinzip seit 1800 wohlvertraut. Diese entwickeln Modelle netzartiger Organisation, die auch auf außerästhetische Bereiche anwendbar sind. 359 Seiten und 8 Tafeln, broschiert (Literatur - Kultur - Geschlecht. Große Reihe; Band 29/Böhlau Verlag 2004). Früher EUR 40,00. Gewicht: 621 g - Softcover/Taschenbuch. N° de réf. du vendeur 132354
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