Der Zeitbegriff des Augustinus beeinflußte neben allgemeinen theologischen und philosophischen Fragestellungen die gesamte Historiographie und Geschichtstheologie des Mittelalters. Corradini nähert sich dem Zeitbegriff des Augustinus deshalb vom Standpunkt des Mediävisten aus. Er setzt die Texte des Kirchenvaters in ihr historisches Umfeld, um den Zusammenhang seiner Aussagen über die Zeit mit dem Wissensdiskurs und der Bildungssprache des 4. und 5. Jahrhunderts herauszuarbeiten. Exemplarisch werden anhand der Rhetorik, der Exegese und der Zeichentheorie Entstehungsbedingungen und Entwicklung des Begriffes der Zeit dargelegt. Auf der Basis einer vor allem der Semiotik und poststrukturalistischen Philosophie entlehnten Methodik und Terminologie wird die Zeit bei Augustinus als Grundlage menschlicher Erkenntnis und Erfahrung und die Geschichte somit als gelebte Zeit definiert. Die Zeit ist somit in einem notwendige Voraussetzung und defiziente Signatur des Denkens.
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paperback. Etat : Sehr gut. Gebraucht - Sehr gut SG - leichte Beschädigungen oder Verschmutzungen, ungelesenes Mängelexemplar, gestempelt - An einer Brücke stehen, an einer historischen Markierung, an einer Grenze zwischen Vergangenem und Zukünftigem Und diese Grenze läge zwischen einer alten Welt mit ihrer skeptisch-neuplatonischen Philosophie, ihrer Kluft zwischen elitärem Bildungs- und Wissensdiskurs und esoterischer Massenreligiosität, und einer neuen Welt, in der die religiöse, ethische und pädagogische Sprache reformiert wird Eine Grenze, an der politisches Handeln von neuen Wertigkeiten bestimmt wird Eine Grenze, an der politisches Handeln von neuen Wertigkeiten bestimmt wird Eine Grenze schließlich, an der eine moralisierende historia, die sich in der allegorisierenden Sammlung und Kombination von exempla erschöpft, in einen teleologischen ordo historiae verwandelt wird Und an dieser Grenze soll nicht zuletzt der Mann aus Thagaste stehen, der genau weiß, daß er als peregrinus zwischen zwei Zeiten geworfen ist, und dessen Texte historisches Spiegelbild einer universalhistorischen Unsicherheit sind Oder aber ein Mann seiner Zeit, mittelmäßig gebildet, wenn auch das Wissen, mit einigen neuen Motiven versehen, getreu nachvollziehend - ein Wegbereiter des christlichen Neuplatonismus. N° de réf. du vendeur INF1000692899
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paperback. Etat : Sehr gut. Gebraucht - Sehr gut SG - leichte Beschädigungen oder Verschmutzungen, ungelesenes Mängelexemplar, gestempelt - An einer Brücke stehen, an einer historischen Markierung, an einer Grenze zwischen Vergangenem und Zukünftigem Und diese Grenze läge zwischen einer alten Welt mit ihrer skeptisch-neuplatonischen Philosophie, ihrer Kluft zwischen elitärem Bildungs- und Wissensdiskurs und esoterischer Massenreligiosität, und einer neuen Welt, in der die religiöse, ethische und pädagogische Sprache reformiert wird Eine Grenze, an der politisches Handeln von neuen Wertigkeiten bestimmt wird Eine Grenze, an der politisches Handeln von neuen Wertigkeiten bestimmt wird Eine Grenze schließlich, an der eine moralisierende historia, die sich in der allegorisierenden Sammlung und Kombination von exempla erschöpft, in einen teleologischen ordo historiae verwandelt wird Und an dieser Grenze soll nicht zuletzt der Mann aus Thagaste stehen, der genau weiß, daß er als peregrinus zwischen zwei Zeiten geworfen ist, und dessen Texte historisches Spiegelbild einer universalhistorischen Unsicherheit sind Oder aber ein Mann seiner Zeit, mittelmäßig gebildet, wenn auch das Wissen, mit einigen neuen Motiven versehen, getreu nachvollziehend - ein Wegbereiter des christlichen Neuplatonismus. N° de réf. du vendeur INF1000692932
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