Robert Bosch. - Couverture souple

Hans-Erhard Lessing

 
9783499505942: Robert Bosch.

Synopsis

Robert Bosch (1861-1942) gehört zu den großen Gründerfiguren der deutschen Industriegeschichte. Der vielseitige Techniker setzte früh auf die Zukunft des Autos die Erfindung der schnellen Magnetzündung war der auslösende Funke für den Aufstieg seiner Firma. Er führte beispielgebende Sozialleistungen ein und unterstützte als Mäzen technische Ausbildung, medizinische Forschung, Bibliotheken und Museen.

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Revue de presse

Als der spätere deutsche Bundespräsident Theodor Heuss unter den Nazis sein Reichstagsmandat und seine Professur verloren hatte, beauftragte ihn der Konzernchef Robert Bosch mit seiner Biografie, was ihm, von den Bosch-Werken für unabkömmlich erklärt, den Kriegsdienst ersparte. Das Buch erschien 1946, vier Jahre nach Boschs Tod, und war, allzu hagiografisch geartet, lange das Konfirmationsgeschenk deutscher Liberaler. Nun legt Hans-Erhard Lessing als Nr. 50594 der Rowohlt-Mongrafien eine Bosch-Biografie vor, die etwas kritischer vorgeht, aber auch nicht darum herumkommt, das geschilderte Leben als vorbildlich darzustellen. 1861 als Wirtesohn in Albeck bei Ulm geboren, hatte Bosch nach einer Feinmechaniker- und Gürtlerlehre und Stagiaires bei Edison in New York und bei Siemens in England 1886 in Stuttgart eine eigene Firma gegründet und, u.a. mit der Erfindung der schnellen Magnetzündung, ganz auf die Zukunft des Autos gesetzt. 1936 hatte das Werk 20000 Mitarbeiter und setzte sich der Konzern aus Firmen in aller Welt zusammen. Bosch führte beispielgebende Sozialleistungen ein, verwendete aber zudem auch einen Grossteil des Gewinns für soziale und kulturelle Zwecke: Spitäler, Bibliotheken, Forschungsinstitute, Museen, Galerien usw. Bosch war nicht nur sozial tätig, er kam auch mit Vertretern des politischen Sozialismus in Tuchfühlung. So machte die Familie Bosch bis 1908 regelmäßig gemeinsam mit dem Sozialisten Karl Kautsky und dessen Familie Ferien, und als Bosch1907 seine Kinder durch den Künstler Fritz Zundel porträtieren ließ, kam es zu Verwicklungen, die ein Romancier nicht besser erfinden könnte. Zundel, 32, war der Ehemann der radikalen Sozialistin Clara Zetkin, die zusammen mit Fritz Westmeyer hinter dem Streik stand, der 1913 eine sechswöchige Schließung der Bosch-Werke erzwang. Was, glaubt man Hans-Erhard Lessing, nicht nur politisch, sondern auch privat motiviert war. Zetkin-Ehemann Zundel hatte sich nämlich beim Malen in die 17-jährige Paula Bosch, die Tochter des Klassenfeinds, verliebt, was die Revolutionärin, obwohl es noch jahrelang geheim gehalten wurde und sie die Scheidung erst 1928 akzeptierte, vor Zorn fast verrückt werden ließ. (li) (Charles Linsmayer, Der Bund (Bern))

Lebensgeschichten berühmter deutscher Männer der Gründerzeit lesen sich oft sperrig, altbacken und gedehnt. Das jetzt bei rororo erschienene, gerade mal 160 Seiten umfassende Taschenbuch über Leben, Werk und Nachlass von Robert Bosch macht da eine äußerst lesenswerte Ausnahme. Autor Hans-Erhard Lessing lässt nämlich allen Pathos vom Typ Oh Gründervater! beiseite und schildert das Leben des so genialen wie sozialen Erfinders höchst plausibel zwischen Zeitgeschehen und Zeitgenossen. So macht Geschichte Spaß. (Autor: Malte Jürgens (aus: Motor Klassik, Ausgabe 2007/12))

Présentation de l'éditeur

Robert Bosch (1861-1942) gehört zu den großen Gründerfiguren der deutschen Industriegeschichte. Der vielseitige Techniker setzte früh auf die Zukunft des Autos die Erfindung der schnellen Magnetzündung war der auslösende Funke für den Aufstieg seiner Firma. Er führte beispielgebende Sozialleistungen ein und unterstützte als Mäzen technische Ausbildung, medizinische Forschung, Bibliotheken und Museen.

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