Sterben - Couverture souple

 
9783596294015: Sterben

Présentation de l'éditeur

Felix, Patient bei seinem Freund, dem Arzt Alfred, hält sich für sterbenskrank. Also will er Gewissheit und holt noch die Diagnose von Professor Bernard ein. Marie, seine junge Geliebte, kann die Feststellung des Professors kaum fassen. Felix habe noch ein Jahr zu leben. Zunächst erfährt der Leser weder den Namen der Krankheit noch die Art der Beschwerden. Felix könnte durchaus ein Hypochonder sein, wenn nicht das Urteil des Professors wäre. Marie verzweifelt; will sich sogleich zusammen mit Felix das Leben nehmen. Der Kranke winkt ab. Man genießt das bisschen Leben noch ein wenig. Felix vermag das allerdings nur auf verhaltene Art. Immer muss er an sein Ende denken. Hingegen Marie kommt auf einmal zu einer neuen Erkenntnis. Gern möchte sie sich ihres Daseins weiter erfreuen. Bernard stirbt plötzlich. Triumphierend überlebt der todgeweihte Felix den Professor. Felix begehrt Marie. Er will seinem Leben ein Ende machen und Marie kurz zuvor ermorden. Unsinn. Er verwirft den Gedanken. Felix möchte Marie noch ein Weilchen besitzen. Der Mordgedanke erfüllt ihn mit heimlichem Stolz. Nur eines stört noch. Marie wird nicht freiwillig gehen. In seiner Phantasie hat Felix diese Klippe bald umschifft: Seine Mörderhand küssend, stirbt die Begehrte dahin. Felix hat grenzenlose, wütende Todesangst. Obwohl Marie den bettlägerigen Kranken aufopferungsvoll pflegt, fällt ihr das Mitfühlen schwer und immer schwerer. Vergeblich versucht Alfred, Marie zum zeitweiligen Verlassen des Krankenzimmers zu überreden. Sie spürt, Felix verlangt, auch sie solle mit leiden. Als Felix eingeschlummert ist, schleicht sich Marie aus dem muffigen Krankenzimmer hinaus. Auf einer Parkbank sitzend, ist sie sich sicher, Felix will sie mit in den Tod reißen. Sie will aber nicht; atmet die frische Luft in vollen Zügen ein. Felix ängstigt sich ohne Marie. Symptome der Krankheit wie Mattheit, Atemnot und Schwindelgefühl werden genannt und lassen auf Tuberkulose schließen. Felix, der von Alfred Morphium erhält, wirft Marie und dem Freunde vor, beide ließen ihn verkommen. Der Kranke setzt gegen den Willen des Arztes eine Reise in den Süden durch. Auf der nächtlichen Bahnfahrt will er gemeinsam mit Marie sterben. Sie sträubt sich. Felix ist die Kraft zur Tat inzwischen abhandengekommen. In Meran dann hat der Kranke einen Blutsturz. Marie ruft Alfred telegraphisch. Felix wiederholt, er wolle Marie mit in den Tod nehmen. Ein Mordversuch scheitert. Marie kann fliehen und läuft dem ankommenden Alfred in die Arme. Felix bleibt alleine zurück, erleidet währenddessen einen zweiten Blutsturz und stirbt.

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Arthur Schnitzler: Sterben und andere Erzählungen 1890-1892

Edition Holzinger. Taschenbuch

Berliner Ausgabe, 2016, 4. Auflage

Durchgesehener Neusatz mit einer Biographie des Autors bearbeitet und eingerichtet von Michael Holzinger

Sterben:

  • Erstdruck: Neue Deutsche Rundschau, V. Jahrgang, 10. Bis. 12. Heft, Oktober–Dezember 1894.

Die drei Elixire:

  • Erstdruck: Moderner Musen-Almanach; 2. Jahrgang; München, 1894.

Die Braut:

  • Erstdruck in: »Die kleine Komödie«, Berlin: S. Fischer Verlag, 1932.

Der Sohn:

  • Erstdruck: Freie Bühne für den Entwicklungskampf der Zeit, III. Jahrgang, 1. Heft, Januar 1892.

Inhaltsverzeichnis

  • Sterben
  • Die drei Elixire
  • Die Braut
  • Der Sohn
  • Biographie

Textgrundlage ist die Ausgabe:

  • Arthur Schnitzler: Gesammelte Werke. Die erzählenden Schriften, 2 Bände, Frankfurt a.M.: S. Fischer Verlag, 1961.

Herausgeber der Reihe: Michael Holzinger

Reihengestaltung: Viktor Harvion

Umschlaggestaltung unter Verwendung des Bildes: Arthur Schnitzler (Fotografie, um 1878)

Gesetzt aus der Minion Pro, 10 pt.

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