Die Humangenetik ist von großer Aktualität - nicht nur für Medizin und Naturwissenschaft, sondern auch für das Selbstverständnis von Individuen und Gesellschaften. Ihre jüngere Geschichte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist jedoch bislang kaum zum Gegenstand geschichtswissenschaftlicher Untersuchungen geworden. Dirk Thomaschke vergleicht erstmals die Entwicklung der modernen Humangenetik in Deutschland und Dänemark und rekonstruiert hierbei die Raum- und Subjektkonstruktionen des humangenetischen Diskurses. Die Studie weist weit über wissenschaftshistorische Debatten hinaus auf eine Gesellschafts- und Kulturgeschichte beider Länder im 20. Jahrhundert.
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Dirk Thomaschke ist Zeithistoriker an der Universität Oldenburg und forscht zur Wissenschaftsgeschichte und Erinnerungskultur.
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