Heinrich Börner, 1919 unehelich in Linden geboren, verbrachte sein Leben als Melker auf verschiedenen Bauernhöfen Norddeutschlands. Weder war er politisch aktiv noch gar Widerstandskämpfer oder Intellektueller. Er gehörte auch keiner in der Nazizeit verfolgten Gruppierung an - ein sogenannter einfacher Mann, niemand Besonderes. Nach erzwungenem Reichsarbeitsdienst wurde er zu Kriegsbeginn in Hannover zur Wehrmacht eingezogen. Noch bevor er an die Front musste, desertierte er. Kurz nach seiner Fahnenflucht wurde er gefasst, vom Militärgericht zum Tode verurteilt und 1940 in Hannover bei der Kugelfangtrift erschossen. Er wurde nur 21 Jahre alt. Die Romanbiografie 'Kein Besonderer' folgt den Stationen des kurzen, gewöhnlichen Lebens von Heinrich Börner und möchte ihn ins öffentliche Gedächtnis bringen. Eine notwendige Ergänzung zu den bekannten Geschichten 'großer Helden'.
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sehr guter Zustand, 195 S., kart. Die meisten der über 100.000 Stolpersteine, die Gunter Demnig inzwischen in vielen Ländern Europas verlegt hat, sind jüdischen Vertriebenen und Opfern des Nationalsozialismus gewidmet, andere den Sinti und Roma, Homosexuellen oder Menschen, die politischen Widerstand leisteten. Einfache Menschen - "keine Besonderen" - sind wenige darunter, so wie in der Geschichtsschreibung über den Nationalsozialismus diese bis heute kaum eine Rolle einspielen. Eine Ausnahme wurde, wenn auch mit jahrzehntelanger Verspätung, der Hitler-Attentäter Georg Elser, und hier konnte sich die nationalsozialistische Justiz jahrelang schlicht nicht vorstellen, dass hier ein einfacher, einzelner Mensch ohne Verbindung zu Widerstandsgruppen sich zum Eingreifen in die Geschichte entschloss. Nun also Heinrich Börner, dem der Autor einen Stolperstein finanzierte. Weniges ist von Börner, der die meisten Jahre seines kurzen Lebens in Hannover bzw. dem inzwischen eingemeindeten Linden verbrachte, überliefert. So ergänzt Bodo Dringenberg, der profunde Kenntnisse der Geschichte Hannovers hat, diese Leerstellen. Genaugenommen ist wohl nicht einmal sicher, dass Börner aufgrund einer Desertion verurteilt wurde. Im November 1939 wurde er in die Wehrmacht zum Artillerie-Ersatz-Regiment 19 Hannover eingezogen. Es entsteht so die doch immerhin durchaus mögliche Lebensrekonstruktion eines Melkers, der, dem Kriegerischen schon als Kind abgeneigt, das Heraufziehen des Nationalsozialismus erlebt und sich dem Militärdienst durch Desertion entzieht - was die Todesstrafe zur Folge hat. Dringenberg erzählt dies auf eine stille, doch gerade darum eindrückliche Weise. Er setzt so einem - vermutlichen - Deserteur ein Denkmal. Erinnert wird damit jener vergessenen NS-Opfer, die noch lange nach Ende des Nazi-Regimes als "Verräter" verunglimpft wurden und um deren wenigstens postume Anerkennung der überlebende Wehrmachtsdeserteur Ludwig Baumann lange stritt. Von den wohl deutlich über 100.000 Deserteuren wurden rund 30.000 erfasst und in aller Regel zum Tode verurteilt - "ein Soldat kann sterben, ein Deserteur muss sterben", wird im Buch zitiert, wovon rund zwei Drittel der Todesurteile schließlich auch tatsächlich vollstreckt wurden. Eines der NS-Opfer, die sich weder von kommunistischer Ideologie (DDR) noch vom bürgerlichen Widerstandsdiskurs um die Männer des 20. Juli (BRD) vereinnahmen lassen konnten, ist nun endlich nicht mehr namenlos. (Gerald Grüneklee) Gramm 600. N° de réf. du vendeur 88743
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Paperback. Etat : Brand New. German language. 7.20x4.92x0.71 inches. In Stock. N° de réf. du vendeur __3866749929
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Taschenbuch. Etat : Neu. Neuware -Heinrich Börner, 1919 unehelich in Linden geboren, verbrachte sein Leben als Melker auf verschiedenen Bauernhöfen Norddeutschlands. Weder war er politisch aktiv noch gar Widerstandskämpfer oder Intellektueller. Er gehörte auch keiner in der Nazizeit verfolgten Gruppierung an - ein sogenannter einfacher Mann, niemand Besonderes.Nach erzwungenem Reichsarbeitsdienst wurde er zu Kriegsbeginn in Hannover zur Wehrmacht eingezogen. Noch bevor er an die Front musste, desertierte er. Kurz nach seiner Fahnenflucht wurde er gefasst, vom Militärgericht zum Tode verurteilt und 1940 in Hannover bei der Kugelfangtrift erschossen. Er wurde nur 21 Jahre alt.Die Romanbiografie »Kein Besonderer« folgt den Stationen des kurzen, gewöhnlichen Lebens von Heinrich Börner und möchte ihn ins öffentliche Gedächtnis bringen. Eine notwendige Ergänzung zu den bekannten Geschichten »großer Helden«. 180 pp. Deutsch. N° de réf. du vendeur 9783866749924
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Taschenbuch. Etat : Neu. Neuware -Heinrich Börner, 1919 unehelich in Linden geboren, verbrachte sein Leben als Melker auf verschiedenen Bauernhöfen Norddeutschlands. Weder war er politisch aktiv noch gar Widerstandskämpfer oder Intellektueller. Er gehörte auch keiner in der Nazizeit verfolgten Gruppierung an - ein sogenannter einfacher Mann, niemand Besonderes.Nach erzwungenem Reichsarbeitsdienst wurde er zu Kriegsbeginn in Hannover zur Wehrmacht eingezogen. Noch bevor er an die Front musste, desertierte er. Kurz nach seiner Fahnenflucht wurde er gefasst, vom Militärgericht zum Tode verurteilt und 1940 in Hannover bei der Kugelfangtrift erschossen. Er wurde nur 21 Jahre alt.Die Romanbiografie »Kein Besonderer« folgt den Stationen des kurzen, gewöhnlichen Lebens von Heinrich Börner und möchte ihn ins öffentliche Gedächtnis bringen. Eine notwendige Ergänzung zu den bekannten Geschichten »großer Helden«. 180 pp. Deutsch. N° de réf. du vendeur 9783866749924
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Taschenbuch. Etat : Neu. Neuware -Heinrich Börner, 1919 unehelich in Linden geboren, verbrachte sein Leben als Melker auf verschiedenen Bauernhöfen Norddeutschlands. Weder war er politisch aktiv noch gar Widerstandskämpfer oder Intellektueller. Er gehörte auch keiner in der Nazizeit verfolgten Gruppierung an - ein sogenannter einfacher Mann, niemand Besonderes.Nach erzwungenem Reichsarbeitsdienst wurde er zu Kriegsbeginn in Hannover zur Wehrmacht eingezogen. Noch bevor er an die Front musste, desertierte er. Kurz nach seiner Fahnenflucht wurde er gefasst, vom Militärgericht zum Tode verurteilt und 1940 in Hannover bei der Kugelfangtrift erschossen. Er wurde nur 21 Jahre alt.Die Romanbiografie 'Kein Besonderer' folgt den Stationen des kurzen, gewöhnlichen Lebens von Heinrich Börner und möchte ihn ins öffentliche Gedächtnis bringen. Eine notwendige Ergänzung zu den bekannten Geschichten 'großer Helden'. N° de réf. du vendeur 9783866749924
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Taschenbuch. Etat : Neu. Neuware - Heinrich Börner, 1919 unehelich in Linden geboren, verbrachte sein Leben als Melker auf verschiedenen Bauernhöfen Norddeutschlands. Weder war er politisch aktiv noch gar Widerstandskämpfer oder Intellektueller. Er gehörte auch keiner in der Nazizeit verfolgten Gruppierung an - ein sogenannter einfacher Mann, niemand Besonderes.Nach erzwungenem Reichsarbeitsdienst wurde er zu Kriegsbeginn in Hannover zur Wehrmacht eingezogen. Noch bevor er an die Front musste, desertierte er. Kurz nach seiner Fahnenflucht wurde er gefasst, vom Militärgericht zum Tode verurteilt und 1940 in Hannover bei der Kugelfangtrift erschossen. Er wurde nur 21 Jahre alt.Die Romanbiografie »Kein Besonderer« folgt den Stationen des kurzen, gewöhnlichen Lebens von Heinrich Börner und möchte ihn ins öffentliche Gedächtnis bringen. Eine notwendige Ergänzung zu den bekannten Geschichten »großer Helden«. N° de réf. du vendeur 9783866749924
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