Der Band "Mantik im Alten Testament" untersucht die Formen und Funktionen der Mantik im Alten Testament aus einem sozial- und religionsgeschichtlichen Blickwinkel. Mantik wird definiert als eine Form performativer ritualsymbolischer Kommunikation und ist fest im Symbolsystem des Alten Israel verankert. Dazu gehort, dass autorisierte Spezialisten intuitiv gottliche Botschaften empfangen und weitergeben bzw. solche induktiv generieren und deuten. Daruber hinaus konnen naturliche Zeichen grundsatzlich als gottliche Willensausserungen gewertet werden und waren ominos lesbar. Theorien von einer 'rationalisierten' oder 'entmythologisierten' Auffassung der Natur und des Kosmos im Alten Testament sind daher als obsolet zu betrachten. Der Band argumentiert, dass das Alte Israel Teil hat an einer spezifischen westsemitischen Divinationskultur im 1. Jt., in der intuitive Formen der Mantik (Vision, Audition, z.T. in Trance bzw. Ekstase) und einfache Formen induktiver Mantik, wie Losorakel, dominieren. Untersucht werden die im Alten Testament und auch archaologisch und epigraphisch zu erschliessenden mantischen Praktiken im 1. Jt. v. Chr., das soziale Setting der mantischen Spezialisten, insbesondere der Nabis und die unterschiedlichen Leistungsbezuge von Mantik in der offiziellen bzw. staatlichen Religion, der familiaren Religion, der gruppenbezogenen Religion, der schriftgelehrten Bildungskultur und im juridischen Bereich. Die Leistungsbezuge mantischer Praktiken richten sich - ahnlich wie bei "magischen" Ritualen - im wesentlichen auf die Bewaltigung individueller, familiarer und gesellschaftlicher bzw. staatlicher Krisen- und Kontingenzerfahrungen, wie Krankheit und Tod, Krieg, Naturkatastrophen, Hungersnot, Seuchen etc., um Krisen verstehbar zu machen und Wege der Bewaltigung und Losungen fur die Zukunft (insbesondere durch entsprechende Rituale) zu erkunden. Kritisch evaluiert wird u.a. die in der Forschung lange dominierende Auffassung von einer Sonderstellung der alttestamentlichen Prophetie. Daruberhinaus wird der intensive alttestamentliche Diskurs um legitime und illegitime Formen der Mantik analysiert, der im wesentlichen als ein an das Prophtengesetz in Dtn 18 anschliessender schriftgelehrter Diskurs beschrieben wird.
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Hardcover. Etat : new. Hardcover. Der Band "Mantik im Alten Testament" untersucht die Formen und Funktionen der Mantik im Alten Testament aus einem sozial- und religionsgeschichtlichen Blickwinkel. Mantik wird definiert als eine Form performativer ritualsymbolischer Kommunikation und ist fest im Symbolsystem des Alten Israel verankert. Dazu gehort, dass autorisierte Spezialisten intuitiv gottliche Botschaften empfangen und weitergeben bzw. solche induktiv generieren und deuten. Daruber hinaus konnen naturliche Zeichen grundsatzlich als gottliche Willensausserungen gewertet werden und waren ominos lesbar. Theorien von einer 'rationalisierten' oder 'entmythologisierten' Auffassung der Natur und des Kosmos im Alten Testament sind daher als obsolet zu betrachten. Der Band argumentiert, dass das Alte Israel Teil hat an einer spezifischen westsemitischen Divinationskultur im 1. Jt., in der intuitive Formen der Mantik (Vision, Audition, z.T. in Trance bzw. Ekstase) und einfache Formen induktiver Mantik, wie Losorakel, dominieren. Untersucht werden die im Alten Testament und auch archaologisch und epigraphisch zu erschliessenden mantischen Praktiken im 1. Jt. v. Chr., das soziale Setting der mantischen Spezialisten, insbesondere der Nabis und die unterschiedlichen Leistungsbezuge von Mantik in der offiziellen bzw. staatlichen Religion, der familiaren Religion, der gruppenbezogenen Religion, der schriftgelehrten Bildungskultur und im juridischen Bereich. Die Leistungsbezuge mantischer Praktiken richten sich - ahnlich wie bei "magischen" Ritualen - im wesentlichen auf die Bewaltigung individueller, familiarer und gesellschaftlicher bzw. staatlicher Krisen- und Kontingenzerfahrungen, wie Krankheit und Tod, Krieg, Naturkatastrophen, Hungersnot, Seuchen etc., um Krisen verstehbar zu machen und Wege der Bewaltigung und Losungen fur die Zukunft (insbesondere durch entsprechende Rituale) zu erkunden. Kritisch evaluiert wird u.a. die in der Forschung lange dominierende Auffassung von einer Sonderstellung der alttestamentlichen Prophetie. Daruberhinaus wird der intensive alttestamentliche Diskurs um legitime und illegitime Formen der Mantik analysiert, der im wesentlichen als ein an das Prophtengesetz in Dtn 18 anschliessender schriftgelehrter Diskurs beschrieben wird. Shipping may be from multiple locations in the US or from the UK, depending on stock availability. N° de réf. du vendeur 9783868351002
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Hardcover. Etat : new. Hardcover. Der Band "Mantik im Alten Testament" untersucht die Formen und Funktionen der Mantik im Alten Testament aus einem sozial- und religionsgeschichtlichen Blickwinkel. Mantik wird definiert als eine Form performativer ritualsymbolischer Kommunikation und ist fest im Symbolsystem des Alten Israel verankert. Dazu gehort, dass autorisierte Spezialisten intuitiv gottliche Botschaften empfangen und weitergeben bzw. solche induktiv generieren und deuten. Daruber hinaus konnen naturliche Zeichen grundsatzlich als gottliche Willensausserungen gewertet werden und waren ominos lesbar. Theorien von einer 'rationalisierten' oder 'entmythologisierten' Auffassung der Natur und des Kosmos im Alten Testament sind daher als obsolet zu betrachten. Der Band argumentiert, dass das Alte Israel Teil hat an einer spezifischen westsemitischen Divinationskultur im 1. Jt., in der intuitive Formen der Mantik (Vision, Audition, z.T. in Trance bzw. Ekstase) und einfache Formen induktiver Mantik, wie Losorakel, dominieren. Untersucht werden die im Alten Testament und auch archaologisch und epigraphisch zu erschliessenden mantischen Praktiken im 1. Jt. v. Chr., das soziale Setting der mantischen Spezialisten, insbesondere der Nabis und die unterschiedlichen Leistungsbezuge von Mantik in der offiziellen bzw. staatlichen Religion, der familiaren Religion, der gruppenbezogenen Religion, der schriftgelehrten Bildungskultur und im juridischen Bereich. Die Leistungsbezuge mantischer Praktiken richten sich - ahnlich wie bei "magischen" Ritualen - im wesentlichen auf die Bewaltigung individueller, familiarer und gesellschaftlicher bzw. staatlicher Krisen- und Kontingenzerfahrungen, wie Krankheit und Tod, Krieg, Naturkatastrophen, Hungersnot, Seuchen etc., um Krisen verstehbar zu machen und Wege der Bewaltigung und Losungen fur die Zukunft (insbesondere durch entsprechende Rituale) zu erkunden. Kritisch evaluiert wird u.a. die in der Forschung lange dominierende Auffassung von einer Sonderstellung der alttestamentlichen Prophetie. Daruberhinaus wird der intensive alttestamentliche Diskurs um legitime und illegitime Formen der Mantik analysiert, der im wesentlichen als ein an das Prophtengesetz in Dtn 18 anschliessender schriftgelehrter Diskurs beschrieben wird. Shipping may be from our Sydney, NSW warehouse or from our UK or US warehouse, depending on stock availability. N° de réf. du vendeur 9783868351002
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