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Peter Rühmkorf

 
9783892443643: Wo ich gelernt habe

Synopsis

Schon vor zwanzig Jahren verwies Peter Rühmkorf mit dem Gedichtband »Haltbar bis 1999« auf seinen siebzigsten Geburtstag im Oktober diesen Jahres. Nun reflektiert er seine dichterische Herkunft und geht den lyrischen Einflüssen nach, mit denen er als Kind in Berührung kam. Er sieht die Wurzeln seiner Poesie in Abzählreimen, Nonsensversen und Werbesprüchen als »Bauklötze oder Backformen einer Vorschule der Ästhetik«. Später setzte er sich intensiv mit dem Expressionismus und dem modernen Schreiben in deutscher Sprache auseinander. Doch Rühmkorf war schon immer ein Spötter, denn bereits sein erstes »expressionistisches« Gedicht ist eine Parodie. Er erinnert sich auch an die heroisierenden Dichtungen aus der Zeit des Nationalsozialismus, die eine so große Faszination auf ihn ausübten, daß er noch heute daraus rezitieren kann. Der Dichter und Spötter führt in diesem Essay durch sein poetisches Leben und zeigt die vielfältigen Quellen, aus denen er sein dichterisches Material bezieht.

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À propos de l'auteur

Peter Rühmkorf 1929 25. Oktober 1929 als Sohn einer Lehrerin und eines reisenden Puppenspielers in Dortmund geboren 1944 »Fronthelfer« an der niedersächsischen Nordmeerküste 1945 Einberufung zur Wehrmacht, der er sich durch »Simulation« entzieht 1948 Herausgabe der Zeitschrift »Die Pestbeule« 1951 Studium der Pädagogik und Kunstgeschichte (später Germanistik und Psychologie) in Hamburg, Herausgabe der Literaturzeitschrift »Zwischen den Kriegen« (zusammen mit Werner Riegel) 1956 Literarisches Debut mit dem Gedicht-Band »Heiße Lyrik« (zusammen mit Werner Riegel), Delegierter auf dem »IV. Internationalen Studentenkongreß« in Prag 1957 Abbruch des Studiums 1958 Lektor im Rowohlt-Verlag (bis 1964); Hugo-Jacobi-Preis 1959 Lyrikband »Irdisches Vergnügen in g« 1960 Erster Auftritt in der »Gruppe 47« 1961 Mitglied im VS; Rowohlt-Monographie über Wolfgang Borchert 1962 Gedichtband »Kunststücke« 1964 Heirat mit Eva-Maria Titze; Stipendiat der Villa Massimo; freier Schriftsteller 1967 Antologie »Über das Volksvermögen« 1969/70 Gastdozent für moderne Literatur in Austin/Texas 1972 Autobiographische Aufzeichnungen »Die Jahre, die ihr kennt« 1973 Mitglied des Pen-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland 1975 Essayband »Walter von der Vogelweide, Klopstock und ich« 1976 Stadtschreiber von Bergen-Enkheim; Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay 1977 Mitglied der «Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung« in Darmstadt 1978 Gastdozent an der University of Warwick (England); »Strömungslehre I. Poesie« 1979 Erich-Kästner-Preis; Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis 1980 Bremer Literaturpreis; Alexander-Zinn-Preis; Gedichtband »Haltbar bis Ende 1999«, Gastdozent an der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Universität in Frankfurt am Main 1983 »Der Hüter des MIsthaufens.Aufgeklärte Märchen« 1984 Ehrengabe der Heinrich-Heine-Gesellschaft in Düsseldorf »Bleib erschütterbar und widersteh. Aufsätze - Reden - Selbstgespräche« 1986 Arno-Schmidt-Preis 1987 Preis der Kasseler Kunstausstellung: »documenta«-Schreiber; »Phönix voran!« 1988 Heinrich-Heine-Preis der DDR 1989 »Einmalig wie wir alle« 1991/92 Gastdozent an der Universität Essen 1993 Georg-Büchner-Preis 1994 Plakette der Freien Akademie Hamburg 1995 »Tabu I: Tagebücher 1989-1991«; Preis der Bestenliste des Südwestfunks 1996 Walter-Hasenclever-Literaturpreis der Stadt Aachen 1998 »Lethe mit Schuß« (Gedichte) 1999 »Wo ich gelernt habe« (Poetik-Vorlesungen an der Universität Göttingen) 2000 erster Träger des »Hoffmann-von-Fallersleben-Preises für zeitkritische Literatur«. Der Preis wird alle zwei Jahre für ein Gesamtwerk vergeben, das »im Sinne Hoffmanns eigenständiges Denken beweist«. Zudem erschienen von Peter Rühmkorf im Wallstein Verlag: Ich habe Lust, im weiten Feld … Betrachtungen einer abgeräumten Schachfigur. ISBN 3-89244-231-2 Deutschland, ein Lügenmärchen. ISBN 3-89244-065-4

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