Vendeur : Wimbauer Buchversand, Hagen, NRW, Allemagne
geh. Etat : Gut. Erstausg. 17 S. : Ill. ; 21 cm 1 von 300 Exemplaren, im Impressum von Vesper signiert.- Kanten gering berieben /// Guntram Vesper (* 28. Mai 1941 in Frohburg; ? 22. Oktober 2020 in Göttingen) war ein deutscher Schriftsteller. Guntram Vesper war der Sohn eines Landarztes. Seine Vorfahren waren Bergleute und Schmiede im Freiberger und Altenburger Gebiet und im 19. Jahrhundert Fabrikspinner in der frühen sächsischen Textilindustrie an Zschopau und Zwickauer Mulde. Seine Großväter waren Schmiedemeister und Tierarzt. Von 1947 bis 1955 besuchte er die Zentralschule in der westsächsischen Kleinstadt Frohburg und von 1955 bis 1957 die Oberschule in der nahegelegenen Kreisstadt Geithain (Frohburg gehörte ab 1952 zum neugebildeten Kreis Geithain.). Seine ersten Schreibversuche machte er in der ersten Klasse (Erstes und zweites Weltgedicht), die erste Erzählung folgte 1952/1953, erste politische Gedichte schrieb er 1953 (17. Juni) und 1956 (Ungarnaufstand). Im Spätherbst 1957 flüchtete die Familie aus Frohburg und ging über Westberlin in die Bundesrepublik. Von der Notunterkunft in Gießen aus begab sich der junge Vesper auf eigene Faust in das Dorf Steinheim[1] Vogelsberg und arbeitete erst auf einem Bauernhof und dann auf Baustellen und im hessischen Braunkohlebergbau. Anschließend besuchte er das Aufbaugymnasium mit Internat in Friedberg/Hessen. Dort lernte er seine spätere Frau kennen. Mit schreibenden Freunden aus dem Schülerheim gab er die literarische Zeitschrift Phase heraus, die eigene Lyrik und Prosa vorstellte. Zur gleichen Zeit stand Vesper in Briefwechsel mit zahlreichen deutschsprachigen Schriftstellern, so mit Arnold Zweig, Kurt Hiller, Alfred Kantorowicz, Hans Mayer, Peter Huchel, Arno Schmidt, Hans Magnus Enzensberger, Günter Kunert, Peter Rühmkorf und Johannes Bobrowski. 1963 machte er Abitur (erste Fremdsprache Russisch). Danach studierte er in Gießen kurz Germanistik und Geschichte. Ende des gleichen Jahres wechselte er Fächer und Ort, er ging nach Göttingen und hörte dort Medizin und vor allem Geisteswissenschaften mit den Schwerpunkten Sozialgeschichte der Industrialisierung und Geschichte der Revolutionen und Kriege im ausgehenden 18. und im 19. Jahrhundert. Nach ersten Buchveröffentlichungen, Hörspielproduktionen und Presseaufträgen entschied sich Vesper für die freiberufliche Tätigkeit als Schriftsteller. Mit 22 Jahren brachte er seinen ersten Gedichtband in der Eremiten-Presse von Victor Otto Stomps heraus, vier Jahre später las er auf der letzten großen Tagung der Gruppe 47. 1967 unternahm er eine Lesereise mit Wolf Peter Schnetz und dessen Junger Akademie in die CSSR des Prager Vorfrühlings. 1968 folgte eine Winterreise nach Moskau, Leningrad und Kiew. Seine Arbeitswohnung befand sich über lange Jahre in Steinheim am Vogelsberg, dem Geburtsort seiner Frau, heute Ortsteil von Hungen. 1986/1987 hielt er Gastvorlesungen an der Universität-Gesamthochschule Essen, 1993/1994 hatte er die Brüder-Grimm-Professur an der Universität Kassel inne. Neben den Büchern schrieb Vesper zahlreiche Hörspiele und Radioessays sowie Fernsehfilme, u. a. über Frohburg und die Landschaft seiner Kindheit. Weiter verfasste er Forschungsarbeiten zur Sozial- und Kriminalgeschichte des 19. Jahrhunderts, z. B. Armutskriminalität im 19. Jahrhundert. Seine Werke wurden ?Buch des Monats? der Darmstädter Jury, ?Hörspiel des Monats? und erreichten zweimal Platz 1 der SWR-Bestenliste. Grabstein Guntram Vesper auf dem Stadtfriedhof zu Göttingen Vesper war auch Zeichner, Büchersammler, Herausgeber und gelegentlich Kritiker. Er lebte bis zu seinem Tod[2] im Oktober 2020 in Göttingen. /// Standort Wimregal HOM-12563 ISBN 3924316775 Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 78. N° de réf. du vendeur 307093
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