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Moskauer Orgasmus - Couverture rigide

Hilsenrath, Edgar

 
9783943334937: Moskauer Orgasmus

Revue de presse

Für den deutschen Literaturbetrieb der 60er Jahre kam Hilsenrath wohl einfach zu früh. Er beschrieb das Leben im Ghetto als Fressen und Gefressen-Werden. Er inszenierte den Holocaust als grotesken Rollentausch zwischen Täter und Opfer. So etwas macht man einfach nicht. Inzwischen wurde Hilsenrath mit Preisen überhäuft. Aber trotz weltweitem Millionenpublikum ist er hierzulande fast ein Geheimtipp geblieben. Auch Hilsenraths drittes Buch fordert den Leser heraus. Moskauer Orgasmus - der Titel drückt genau aus, um was es geht: Die Liberalisierung im Amerika der 60er und 70er Jahre, die sexuelle Revolution oder zumindest das Versprechen davon. Hilsenrath verpackt das Thema in eine Haken schlagende Sex- and Crime-Geschichte, die Abenteuerroman und politischen Thriller kombiniert ... Moskauer Orgasmus amüsiert durch seine Slapstick-Nummern und skurrilen Szenen, wenn gleich mancher Seitenhieb auf Feminismus oder Nixon-Ära 30 Jahre nach der Erstausgabe nicht ganz taufrisch geblieben ist. Seiner Zeit voraus war Hilsenrath aber in der ungeschminkten Darstellung von Sexualität. ... Pornografisch ist das nicht, eher ein Signal: Die Sexualität ist nicht befreit, sondern zur zwanghaften Handlung verkommen. (Hubert Heinzl, Mittelbayerische Zeitung)

Dieses Buch ist extrem und extrem gut! Die Charaktere, allen voran Nino Pepperoni und Slivovitz, sind so sorgsam, kreativ und lustig entworfen und beschrieben, wie man es selten erleben kann. ... Die Geschichte ist insgesamt sehr spannend und lustig und auch die Form, die Hilsenrath gewählt hat, ist einzigartig. Das meiste ist in Dialogform gehalten, bleibt dadurch sehr lebhaft und direkt. Zudem ist die Geschichte, in den 70er-Jahren geschrieben, auch ein interessantes Zeitzeugnis. Dieses Buch ist echt ein Highlight! (Susanne, LizzyNet (Schulen ans Netz))

Biographie de l'auteur

Edgar Hilsenrath, geboren 1926 in Leipzig. 1938 flüchtete er mit der Mutter und dem jüngeren Bruder nach Rumänien. 1941 kam die Familie in ein jüdisches Ghetto in der Ukraine. Hilsenrath überlebte und wanderte 1945 nach Palästina, 1951 in die USA aus. Heute lebt er in Berlin. 1989 erhielt Edgar Hilsenrath den Alfred-Döblin-Preis, 1992 den Heinz-Galinski-Preis, 1994 den Hans-Erich-Nossack-Preis, 1996 den Jacob-Wassermann-Preis, 1999 den Hans-Sahl-Preis und 2004 den Lion-Feuchtwanger-Preis.

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