Noch immer wird Sparkassengeschichte überwiegend als Institutionengeschichte geschrieben. Dabei gerät in aller Regel der Zusammenhang mit der Region, in der die Sparkassen wirken, nicht in den Blick. Marcus Gräser unternimmt in seinem Buch den Versuch, eben dieser Wechselwirkung zwischen Region und Sparkassen am Beispiel der Wetterau und des südlichen Vogelsbergs nachzuspüren und dergestalt ein Stück der regionalen Gesellschaftsgeschichte zu analysieren. Er fragt dabei nach dem regionalen Weg in die Moderne - und nach der Rolle der Sparkassen auf diesem Weg. Die Darstellung verfährt jedoch nicht chronologisch, vielmehr wird das Handeln der Sparkassen unter fünf thematischen Geschichtspunkten betrachtet: Die Gründung der regionalen Sparkassen umfasst nicht nur die Ereignisgeschichte, sondern zugleich auch eine Analyse der Gründergeneration, ihrer sozialen Zusammensetzung und politischen Motive. Im Anschluss daran wird die Wirksamkeit der Sparkassen behandelt: In den Anfangsjahren sind die Sparer fast ausschließlich städtisch und bürgerlich, die Kreditnehmer dörflich. Erst allmählich werden die Sparkassen `repräsentativ' und gewinnen die `kleinen Leute' als Sparer. Das soziale Ideal der Sparkassen meint nicht nur die Bemühungen der Kassen um Wohltätigkeit, sondern auch das Selbstverständnis, die regulative Idee, die das Handeln der Verantwortlichen bestimmte. Der Rekonstruktion des sozialen Ideals folgt der Blick auf den Anteil der Sparkassen an der Transformation der ländlichen Gesellschaft. Dynamik und Beharrung stehen hier dicht beieinander. Eine Betrachtung des Handelns der Sparkassen aber kann der Frage nach dem Maß an Autonomie, das den Sparkassen zukam, nicht ausweichen. Wer entschied über die `Politik' der Sparkassen? Stets werden die regionalen Unterschiede, die sich im Handeln der verschiedenen Sparkassen abbilden, deutlich. Der für die Darstellung gewählte Zeitraum reicht vom Vormärz bis in die Zeit des Nationalsozialismus.
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Marcus Gräser, geb. 1964, Historiker. Veröffentlichungen zur Geschichte der Sozialpolitik und zur Regionalgeschichte, zuletzt: Der blockierte Wohlfahrtsstaat. Unterschichtjugend und Jugendfürsorge in der Weimarer Republik. Göttingen 1995
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Pp. IX, 173 S. : Ill., graph. Darst. ; 25 cm Das Buch ist neu. Aus dem Inhalt: Gründung, Wirksamkeit, Soziales Ideal, Transformation, Autonomie Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 550. N° de réf. du vendeur 7478
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IX, 173 S., 11 Abb., 14 Fig., 16 Tab., gr.okt., ill. Ln.- [ Wirtschaftsgeschichte Firmengeschichte Sparkasse DE611 Zeit1833 -Zeit1990 J| 1995 N| Marcus Gräser | 89852 ]. N° de réf. du vendeur 89852-1
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Etat : Gut. 190 Seiten, gr. 8° Guter Zustand. Noch immer wird Sparkassengeschichte überwiegend als Institutionengeschichte geschrieben. Dabei gerät in aller Regel der Zusammenhang mit der Region, in der die Sparkassen wirken, nicht in den Blick. Marcus Gräser unternimmt in seinem Buch den Versuch, eben dieser Wechselwirkung zwischen Region und Sparkassen am Beispiel der Wetterau und des südlichen Vogelsbergs nachzuspüren und dergestalt ein Stück der regionalen Gesellschaftsgeschichte zu analysieren. Er fragt dabei nach dem regionalen Weg in die Moderne - und nach der Rolle der Sparkassen auf diesem Weg. Die Darstellung verfährt jedoch nicht chronologisch, vielmehr wird das Handeln der Sparkassen unter fünf thematischen Geschichtspunkten betrachtet: Die Gründung der regionalen Sparkassen umfasst nicht nur die Ereignisgeschichte, sondern zugleich auch eine Analyse der Gründergeneration, ihrer sozialen Zusammensetzung und politischen Motive. Im Anschluss daran wird die Wirksamkeit der Sparkassen behandelt: In den Anfangsjahren sind die Sparer fast ausschließlich städtisch und bürgerlich, die Kreditnehmer dörflich. Erst allmählich werden die Sparkassen 'repräsentativ' und gewinnen die 'kleinen Leute' als Sparer. Das soziale Ideal der Sparkassen meint nicht nur die Bemühungen der Kassen um Wohltätigkeit, sondern auch das Selbstverständnis, die regulative Idee, die das Handeln der Verantwortlichen bestimmte. Der Rekonstruktion des sozialen Ideals folgt der Blick auf den Anteil der Sparkassen an der Transformation der ländlichen Gesellschaft. Dynamik und Beharrung stehen hier dicht beieinander. Eine Betrachtung des Handelns der Sparkassen aber kann der Frage nach dem Maß an Autonomie, das den Sparkassen zukam, nicht ausweichen. Wer entschied über die 'Politik' der Sparkassen? Stets werden die regionalen Unterschiede, die sich im Handeln der verschiedenen Sparkassen abbilden, deutlich. Der für die Darstellung gewählte Zeitraum reicht vom Vormärz bis in die Zeit des Nationalsozialismus. DQ188/EL1396 Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 449 Gebunden. Fester Pappeinband ohne Schutzumschlag. N° de réf. du vendeur 88480
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Vendeur : BUCHSERVICE / ANTIQUARIAT Lars Lutzer, Wahlstedt, Allemagne
Hardcover. Etat : gut. Das Mathildenstift in der Wetterau - Sparkassengeschichte und Regionalgeschichte In deutscher Sprache. pages. N° de réf. du vendeur BN594844
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