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Doktor Pascal: Erblichkeit, Familienchronik und Liebeskonflikt im französischen Naturalismus des 19. Jahrhunderts - Couverture souple

Zola, Emile

 
9788027256266: Doktor Pascal: Erblichkeit, Familienchronik und Liebeskonflikt im französischen Naturalismus des 19. Jahrhunderts

Synopsis

Doktor Pascal, 1893 erschienen, bildet den Schlussstein von Émile Zolas zwanzigbändigem Zyklus Die Rougon-Macquart. Im Mittelpunkt steht der Arzt Pascal Rougon, der in Plassans die erblichen Belastungen seiner Familie erforscht und damit gleichsam das Archiv des gesamten Romanprojekts bewahrt. Zwischen medizinischer Fallstudie, Familienchronik und tragischer Liebesgeschichte mit Clotilde entfaltet Zola einen späten naturalistischen Roman, in dem Wissenschaftsglaube, Vitalismus und religiöse Gegenkräfte aufeinandertreffen. Zola, 1840 in Paris geboren, verstand den Roman als experimentelles Instrument zur Untersuchung von Milieu, Vererbung und sozialer Wirklichkeit. Beeinflusst von zeitgenössischer Medizin, von Claude Bernards Experimentaltheorie und den politischen Umbrüchen des Zweiten Kaiserreichs, schuf er mit den Rougon-Macquart ein literarisches Labor der Moderne. Doktor Pascal wirkt dabei wie Zolas Selbstkommentar: Der Autor verteidigt seine Methode, ordnet seine Figurenwelt und fragt nach dem Preis wissenschaftlicher Erkenntnis. Empfohlen sei dieses Buch allen Lesern, die Zolas Werk nicht nur erzählerisch, sondern auch ideengeschichtlich verstehen möchten. Doktor Pascal bietet einen konzentrierten Zugang zu den großen Themen des Naturalismus und zugleich einen bewegenden Abschluss einer der ambitioniertesten Romanfolgen des 19. Jahrhunderts.

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