Maxim Jacobsen (1887-1973) war ein lettischer Violinist, der in St. Petersburg und Berlin studiert hatte. Noch vor Hitlers Machtergreifung ging er nach Mailand und eröffnete eine Musikschule. Als Jude war er auch hier bald Diskriminierungen ausgesetzt. Er bewarb sich als Violinlehrer an den belgischen Königshof. Nach dem Einmarsch der Deutschen in Belgien gab ihm seine Schülerin Königin Elisabeth Papiere und er floh nach Südfrankreich. Weil er keinen gültigen Pass mehr besaß, galt er als staatenlos und wurde interniert. Danach wanderte er nach Portugal aus, wo er den Rest seines Lebens verbrachte. Die Technischen Paraphrasen über Kreutzer-Etüden wurden von den bekannten Violinlehrern seiner Zeit (Flesch, Kreisler, Sevcik, Pollak u.a.m.) hochgelobt. In Deutschland durften sie aufgrund von Jacobsens jüdischer Herkunft nicht mehr lange aufgelegt werden, aber wurden weiterhin im englischen Subverlag ausgeliefert.
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