Robert Hugh Benson wurde am 18. November 1871 im Wellington College in Crowthorne, Berkshire, geboren und starb am 19. Oktober 1914 in Salford im Nordwesten Englands. Er war ein englischer anglikanischer, ab 1903 römisch-katholischer Priester und Schriftsteller.
Werke u.a.
1912 Mit welchem Recht?
1912 Im Dämmerschein der Zukunft
1914 Die Freundschaft mit Christus
1914 Der Herr der Welt
1915 Ein Durchschnittsmensch
1925 Sentimentalisten
1926 Trotz Folter und Strick!
Der 1907 veröffentlichte Roman Lord of the World ist ein dystopischer Roman, der die Geschichte mehrerer Charaktere erzählt: Pater Percy Franklin, der Freimaurer-Abgeordnete Oliver Brand mit seiner Frau Mabel und Julian Felsemburgh.
Der Roman spielt in einer Realität, die einen starken materiellen und intellektuellen Fortschritt erreicht hat, in der sich alles um einen einzigen großen Plan dreht, den Triumph der Humanität. Das Buch untersucht auch den Kampf zwischen Materialismus und Glaube und wie ihr Zusammenprall unweigerlich große politische Probleme provoziert, sogar auf globaler Ebene.
Robert Hugh Benson schrieb seinen vielgelesenen Roman vom Ende der Zeiten (der Titel der englischen Originalausgabe lautet: »Lord of the World“ in einer Zeit, über die sich bereits die ersten Schatten des nahenden Weltkrieges breiteten (1907). Er hat die eigentliche Katastrophe nicht mehr erlebt († 19. 10. 14), aber er sah klar voraus, was den meisten Menschen erst um Vieles später offenbar wurde: daß die Welt der bloßen Zivilisation, der gänzlich veräußerlichten und verweltlichten Kultur in die Anarchie treiben werde und der Liberalismus ein Wegbereiter des Bolschewismus sei.
In leichter, flüssiger Sprache, jedem verständlich und völlig unzweideutig, schrieb Benson ein tiefgründiges Buch. Er schrieb es, den Menschen seiner Zeit – und den kommenden – einen Spiegel vorzuhalten, darin sie erkennen sollten, wohin sie treiben, wenn sie den Parolen der Menschheitsverbrüderung verfallen, die dem menschlichen Dasein die Vernichtung allen Leids, den ewigen Frieden und eitel Freude verheißt, wiewohl schon der gesunde Instinkt den Menschen wissen läßt, daß das Leben nicht ohne Opfer und ohne Kampf zu leben ist.
Schonungslos und lange bevor dies so recht zu den Ohren der Menschen gedrungen war, hat Benson in der Gestalt des Julian Felsenbourgh, des »Fürsten der Welt«, der sich wider Gott zu ihrem Herrn zu machen versucht, den Messiasglauben enthüllt, aus dem der Marxismus leibt und lebt: Das Kreuz soll fallen, weil es an das Leid gemahnt, das verlorene Paradies soll wiederkehren! Benson hat das, was wir wissen, als seine Geschichte von der Herrschaft der Gewalt in der Gestalt der Mabel Brand sichtbar gemacht.
Sie sieht in Felsenbourgh den »Menschensohn«, einen neuen und besseren Christus, den »Erlöser« vom Leid, von der Grausamkeit und Gewalttätigkeit der Welt, den Bringer des Friedens und der Freude. ...
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