Alfred Hrdlicka : "Blake and Füssli" ; 47 Zeichn. ; 2. September - 31. Oktober 1983 / Peter Gorsen

Langue : allemand

Edité par T. Gierig, 1983

3921103010 / 9783921103012

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Verlag Frankfurt/M. : Gierig Zeitliche Einordnung Erscheinungsdatum: 1983 Umfang/Format 68 S. : überwiegend Ill. (z.T. farb.) ; 25 cm ISBN/Einband/Preis 978-3-921103-01-2 kart. : DM 30.00 3-921103-01-0 kart. : DM 30.00 Anmerkungen Status nach VGG: vergriffen Schlagwörter Hrdlicka, Alfred / Ausstellung ; Frankfurt am Main ; Zeichnung / Ausstellung ; Erotik / i. d. Bildenden Kunst Sachgruppe(n) 46 Bildende Kunst Daß die Pranke des Bildhauers immer wieder zum Zeichenstift greift und auf dem Papier oder der Radierplatte die subtilsten malerischen Wirkungen zu erzielen weiß, sind wir von Alfred Hrdlicka seit langem gewohnt. Seine Neigung zur zeichnerischen Prosa, pair Gegendarstellung und zum anekdotischen Moritatenbild, die in der Stein- und Bronzeplastik zwangsläufig unbefriedigt bleibt, ist uns aus zahlreichen graphischen Arbeiten bekannt. In diesem Jahr ist wieder ein Zyklus von siebenundvierzig Zeichnungen in Kreide, Pastell, Kohle und Aquarell entstanden, der diesmal ?Blake und Füßli", den bedeutenden Schlüsselfiguren des Fin de 1818mo sikle gewidmet ist. I Irdlicka ist bis zu einem gewissen Grade auf die stilistischen Merkmale, die charakteristischen Gesten und Pathosformeln seiner Vorgänger zitatweise eingegangen, um das Thema seines Zyklus für den Betrachter sichtbar anzuschlagen. Wir unterscheiden daher zwei Schwerpunkte. Die lichten, auf hellen Hintergründen aufbauenden, aquarellierten Blätter halten sich mehr an Blakes Ungebrochenheit der Linien und Farben, die ornamentale Umrißhaftigkeit und Spiritualität seiner Handschrift, die oft mit der Illuminationsgraphik des Mittelalters verglichen wurde. Die auf Füßli eingestimmten Blätter mit ihren opaken dunklen, z.B. auf Braunom, blauem und schwarzem Papier angelegten Hintergründen, vor denen die Figuren sich schemenartig abheben, bevorzugen die hellen, grellen, weißen oder farbigen Kreiden und Pastellstifte. Hrdlicka hat in seiner Graphik mittels der Schabtechnik auf Aquatinta schon immer diffuses Rembrandtsches Dunkel eingesetzt, um das realistische Menschenbild auch in seinen unberechenbaren, triebmäßigen, irrationalen Dimensionen einzukreisen. In den letzten Jahren ist zum Dunkel der Hintergründe, den Anklängen von Depression und Trauer, ein manischer Unterton hinzugekommen wie in den giftigen, in Rosa oder Grün schwelgenden Blättern des ? Schubert" -Zyklus (1982), wo der polychrome Auftrag von Kreiden und Pastellen, Rötel, Bister und Kohle, gelegentlich auch von Aquarell- und Temperafarben, eine kulinarische Aura des Verruchten und Dekadenten bewirkt hat. Die ins Aggressive oder Schlüpfrige ausufernde Europhie der Farbgebung fand in den Zyklen zum Türken- und Lutherjahr ihre Fortsetzung, und wir finden sie in den neuesten Arbeiten über ?Blake und Füßli" wieder. Was auf den ersten Blick nur dekorativ zu sein scheint und eine Schwäche für erotisch-metaphorische und manieristische Formen der Kunst um 1800 verrät, erweist sich bei längerer Betrachtung als ein raffinierter Einschleichversuch in die thematisierten Vorlagen. In der Hypertrophierung und karikierenden Übertreibung Blakescher und Füßlischer Motive erreicht Hrdlicka jene ironische Distanz, die seinen eigenen Beitrag zum Thema sichtbar macht. Wenn Hrdlicka ausgerechnet zu Blake und Füßli Stellung nimmt, so sicher nicht, weil er sich den Arbeiten dieser Künstler stilistisch und inhaltlich verpflichtet weiß. Er kann mit der symbolistischen, den präraffaelischen Edelkitsch vorbereitenden Bildwelt Blakes, die auch schon den Jugendstil ankündigt, im Grunde ebenso wenig anfangen wie mit der nachdichtenden Malerei eines Füßli, der ? ein passionierter klassischer Philologe ? seine Stoffe aus Homer, der Nibelungen-Sage, Dante, Skakespeare, Milton und Wieland bezieht und in England die Historienmalerei einführt'). gutes Exemplar, ordentlich * Bindung: Heft.…

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Titre
Alfred Hrdlicka : "Blake and Füssli" ; 47 Zeichn. ; 2. September - 31. Oktober 1983 / Peter Gorsen
Auteur
Gorsen, Peter (Verfasser) Hrdlicka, Alfred (Illustrator)
Éditeur
T. Gierig
Année de publication
1983
Reliure
Couverture souple
Langue
allemand
ISBN à 10 chiffres
3921103010
ISBN à 13 chiffres
9783921103012
Poids de l'article
400 grammes

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