»Ich habe mich nicht in einen Mann verliebt. Ich habe mich in etwas verliebt, das älter ist als dieser Wald.«
Margit Eicher ist einunddreißig, frisch geschieden und auf dem Weg in ein Tal, das auf keiner modernen Karte verzeichnet ist. Grimmtal — eingeschlossen zwischen Gipfeln, erreichbar nur durch einen einzigen Bergpass, den die Einheimischen den Schlund nennen. Hier steht das Häuschen ihrer verstorbenen Großmutter, hier riecht es nach Lavendel und altem Holz, und hier will Margit nichts weiter als verschwinden.
Doch der Wald hat andere Pläne.
Als Möbelrestauratorin nimmt sie ihren ersten Auftrag an: einen uralten Eichenschrank mit Schnitzereien, die kein Werkzeug hinterlassen haben könnte. Die Maserung zeigt ein Gesicht — schmal, langgezogen, mit etwas, das an ein Geweih erinnert. Und in den Aufzeichnungen ihrer Großmutter findet Margit einen Namen, der seit dreihundert Jahren durch dieses Tal geistert: der Erlkönig.
Er wartet zwischen den Kiefern. Haut wie Birkenrinde. Augen aus blassem Gold. Dreihundert Jahre Stille, gebrochen durch ihre Anwesenheit. Was als Schauer beginnt, wird zu Neugier. Was als Neugier beginnt, wird zu einer Anziehung, die Margit sich nicht erklären kann — und nicht aufhalten will.
Doch Grimmtal hütet Geheimnisse, die weit über den Waldrand hinausreichen. Fünf uralte Siegel halten fünf Wesen der deutschen Mythologie gefangen, und Margits Verbindung zum Erlkönig droht, das fragile Gleichgewicht des gesamten Tals zu erschüttern. Je näher sie ihm kommt, desto lauter werden die Risse — in der Erde, im Eis, in allem, was dieses Dorf für sicher hielt.
STILL WIE FROST ist der Auftakt der Fünf-Siegel-Serie: Dark Fantasy Romance trifft auf deutsche Folklore, Slow Burn auf alpine Isolation, Neuanfang auf uralte Macht. Für alle, die Romantasy mit Tiefgang suchen — verwurzelt in Mythologie, durchtränkt von Atmosphäre und getragen von einer Liebe, die nicht menschlich ist, aber menschlicher fühlt als alles, was Margit je kannte.
Band 1 von 5 · Kann eigenständig gelesen werden · Dark Romance mit übernatürlichen Elementen
Wenn der Wald dich ruft, frag nicht warum. Lies.