So weit das Auge reicht, ziehen des Kaisers, oder wenn sie so wollen - die kaiserlichen Soldaten, und wir verkaufen ihnen Kohl. So weit das Auge reicht ist so weit nicht. Wir leben im Tal und aus Gewohnheit schauen wir in der Regel zur Erde, auf die Spitzen unserer Füße, auf den Nagel am großen Zeh. Schuhe haben wir nicht. Jene, die Schuhe haben, ziehen so weit das Auge reicht und kaufen von uns Kohl.
Mein Nachbar, glatzköpfig wie wir alle, pflegt abends in meine Kate hereinzukommen. Gemeinsam lauschen wir, wie die Ledersohlen in den staubig ausgedörrten Lehm hineinstampfen, wir schweigen, trinken Tee und denken beide an dasselbe. Wo wohl die Soldaten unseren Kohl hinbringen mögen, fragen wir stumm, und unbekannte Länder, welche die Schuhe der kaiserlichen Soldaten säumen, werden dann zum Gegenstand unserer nächtlichen Geheimgespräche. Bloß, da eben steckt das Verhängnis.