Zwei eigenh. Briefe mit U.

Edité par Erlangen, 1796 und 1799. 4°. Zus. 7 Seiten. Doppelblätter mit Adresse.

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"An den Altertumsforscher, Philologen und Gymnasialprofessor Friedrich David Gräter (1768-1830) in Schwäbisch Hall, Herausgeber der ersten nordistisch-germanistischen Fachzeitschrift "Bragur"(1791 ff.). 1 (20. IV. 1796): Aufforderung, mit ihm eine "Blumenlese" herauszugeben: "[?] Allein gerade in dieser Rücksicht, finde ich mich, nach einer genauen Prüfung meiner selbst, zu einer solchen Unternehmung nicht tauglich. Ich will der großen Menge von Zeitschriften dieser und ähnlicher Art; der Schwierigkeit, eine solche Sammlung durch inneren Gehalt und Güte über Andere zu erheben; des nur zu gewiß zu besorgenden Mangels an guten Beyträgen, und endlich der Vorliebe des Publikums für politischen Schnickschnack, Broschüren und Pasquille und der beynah in Abneigung ausamtenden Gleichgültigkeit, womit man jezt fast überall die friedlichen und unpolitischen Künste der Musen aufnimmt, gar nicht gedenken: sondern nur, in Rücksicht meiner selbst, Ihnen die aufrichtige Versicherung geben: daß ich nicht den Muth habe, mich in ein solches Geschäft einzulassen. [?]" Auch habe er im Moment keine eigenen passenden Arbeiten vorrätig. "[?] allso müßte ich meine Beyträge jedesmahl erst neu verfertigen. Nun aber habe ich eine so hohe Idee von Vollendung, besonders für kleine lyrische Gedichte und poetische Tändeleyen; finde es so schwer, in ein paar Stanzen etwas Neues auf eine Neue Art, auch für den denkenden Mann von gebildetem Geschmack, genügend vorzutragen; und bin ein solcher Sklave des Geistes, von dem unser Wieland sagt: ' - er kommt und geht, so bald er will, und wer darf mit ihm hadern? Vergebens ruft ihr ihm; kein stürmendes Gebeth Hat jemals seine Gunst erfleht, kein Starker hat ihn je gebunden p.p. - daß ich, wenn ich mir auch die Kraft, etwas Erträgliches hervorbringen zu können, nicht absprechen will [?]" 2 (25. X. 1799): Glückwünsche zur Vermählung. "[?] Viele verließen schon vor Dir den sichern Port, wo ich noch stehe und mit ängstlich frohen Blicken Dir nachfolge. Aber es ereilte sie der Sturm und ergriff sie, und Jahrelang, Lebenslang! wurden sie nun, angeschmiedet an die Galeere, und steuern in hohen Flutengetümmel hin und her, und suchen die seligen Inseln und finden sie nicht. Daß dieses Schicksal Dich nicht erwarte, dies traurige Loos nicht das Deine werde: wünsche und hoffe ich zu den Göttern! [?]" - Der in Wien geborene Epiker Müller verbrachte seine Schul- und Studienzeit in Deutschland. 1797 etablierte er sich als Privatdozent in Erlangen. Er gilt als einer der talentvollsten Nachahmer Wielands. ?Ein Brief mit Siegelausriss. ".…

N° de réf. du vendeur 1571

Détails bibliographiques

Titre
Zwei eigenh. Briefe mit U.
Auteur
Müller, Friedrich August, Schriftsteller (1767-1807):
Éditeur
Erlangen, 1796 und 1799. 4°. Zus. 7 Seiten. Doppelblätter mit Adresse.
Reliure
Couverture rigide
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