Turia kant apr 2021 (3 résultats)

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Taschenbuch. Etat : Neu. Neuware - In ihrer philosophisch orientierten Streitschrift formuliert Michaela Ott, Professorin an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg, eine Kritik des Individuums aus interdisziplinärer und interkultureller Sicht.Sie zeigt auf, wie das menschliche Subjekt zu verschiedenen historischen Zeitpunkten mit Postulaten der Gleichberechtigung und der Individuierung, mit Warnungen vor technologischer Individualisierung und kultureller Pluralisierung konfrontiert worden ist. Vor allem aber zeigt sie, inwiefern die Umorientierungen der Gegenwart die Bezeichnung »Individuum« untauglich werden lassen. Daher schlägt sie zuletzt eine neue Begrifflichkeit vor, eine Begifflichkeit der »Dividuation«.…

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Taschenbuch. Etat : Neu. Neuware - Zum Denken des Körpers von A bis Z mit Michel Foucault, Jacques Lacan, Maurice Merleau-Ponty und anderen: Der Band ist als Anregung zum Weiterdenken des Körpers gedacht. Anhand von 37 Adjektiven werden Thesen, Themen und Theorien zum Körper vorgestellt, ohne dabei Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Er ist kein Lexikon im engeren Sinn, sondern orientiert sich in der Form eines Glossars von »A« bis »Z« an den Diskussionen der zeitgenössischen Philosophie und Psychoanalyse, die sich mit den prinzipiellen Möglichkeiten, über Körper zu sprechen, auseinandersetzen. Michel Foucault, Jacques Lacan, Maurice Merleau-Ponty und andere sind die ständigen Wegbegleiter. Dieses Glossar stellt trotz seiner Übersicht über die wesentlichen Ansätze kein fertiges Theoriegebäude dar, sondern bietet eine provisorische Topographie. Es zeigt vorhandene Wege auf und bietet hilfreiche theoretische Instrumente und Orientierung am Beginn der Durchquerung eines so großen Feldes. Themen: Analysierte Körper (Timo Storck), Animalische Körper (Michel Surya), Anorektische Körper (Lilli Gast), Anziehende Körper (Elisabeth Schäfer), Beredte Körper (Rolf-Peter Warsitz), Berührend-berührte Körper (Marie-Eve Morin), Besessene Körper (Gerhard Dammann), Biopolitische Körper (Maria Muhle), Disziplinierte Körper (Gerhard Unterthurner), Geschlechtliche Körper (Silvia Stoller), Gespiegelte Körper (Hans-Dieter Gondek), Geträumte Körper (Petra Gehring), Getriebene Körper (Insa Härtel), Habituierte Körper (Selin Gerlek), Harte Körper (Alice Pechriggl), Heterotope Körper (Tobias Klass), Mütterliche Körper (Christina Schües), Normale/anormale Körper (Maren Wehrle), Orgiastische Körper (Marcus Steinweg), Phantasmatische Körper (Michaela Wünsch), Prägnante Körper (Heidi Wilm), Prothetische Körper (Dominik Zechner ), Queere Körper (Esther Hutfless), Registrierte Körper (Ulrike Kadi, Timo Storck), Schöne Körper (Käte Meyer-Drawe), Schreber sche Körper (Klaus Ebner), Schriftliche Körper (Peter Zeillinger), Sinthomatische Körper (Max Kleiner), Tanzende Körper (Stefan Hölscher), Televisierte Körper (Knut Ebeling), Transplantierte Körper (Merve Winter), Überwachte Körper (Andreas Oberprantacher), Ungestalte Körper (Artur R. Boelderl), Untote Körper (Ulrike Kadi), Verzierte Körper (August Ruhs), Wilde Körper (Stefan Kristensen), Zu guter Letzt: alte Körper (Beate Hofstadler).…

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Taschenbuch. Etat : Neu. Neuware - Dieser ambitionierte Essay versteht sich als ein Beitrag zur Anthropologie des Wissens. Darin vollzieht Paul Jorion eine Verschiebung unserer Denkgewohnheiten, indem er aufzeigt, wie die längst nicht selbstverständlichen Begriffe »Wahrheit« und »Wirklichkeit« zu ganz bestimmten Zeitpunkten in der Geschichte westlicher Kultur aufgetaucht sind. Unter Berufung auf eine Mannigfaltigkeit der Denkformen werden abendländische Philosophie und Mathematik einer anthropologisch orientierten Kritik unterzogen.Die »Wahrheit« erblickt im 4. Jahrhundert v.Chr. in Griechenland das Licht der Welt, die (objektive) »Wirklichkeit« im 16. Jahrhundert in Europa. Die eine entspringt der anderen, und zwar in dem Moment, als sich unter dem Einfluss Platons und Aristoteles' die Vorstellung einer Wahrheit durchsetzte, bei der »die Wahrheit zu sagen« gleichbedeutend ist mit »die Wirklichkeit zu beschreiben«. Diese Vorstellung ist ein Gewaltstreich von »jungen Wilden«, die in der Renaissance vor allem die neue Astronomie für sich entdeckten. Diesem Coup lag die Gleichsetzung zweier Universen zugrunde: der Welt, so wie sie an sich ist, mit jener der mathematischen Objekte. Folge war eine Verwechslung der beiden, deren Erbin die zeitgenössische Wissenschaft ist.Nach Jorion befinden wir uns nun aber in einer Zeit, in der die einst fruchtbaren »Erfindungen« immer weniger Ertrag abwerfen. Heute besteht die Notwendigkeit, die Wissenskonstruktion vom mathematischen Mystizismus zu befreien und dem Denken seine eigentliche Macht zurückzugeben. Dies macht es heute erforderlich, insbesondere dem mathematischen Modell seinen ursprünglichen Status zuzuweisen: als Darstellung, die dem menschlichen Geist entspringt. Jorion spricht sich insofern für eine »Rückkehr zu Aristoteles« aus, womit er sich in illustre philosophische Gesellschaft begibt, in der wir neben Hegel und Kojève auch Wittgenstein antreffen.…