Moritz lederer ed (1 résultats)

Langue : allemand
Edité par Der Revolutionär in Mannheim, Augusta-Anlage, 1920
- Couverture souple
- Édition originale
- Périodique
Vendeur : Joseph Burridge Books, Dagenham, Royaume-UniJoseph Burridge Books
Contacter le vendeurVendeur avec une évaluation de 5 étoilesEtat: Occasion - Assez bon
EUR 18,04
EUR 26,85 expéditionExpédition depuis Royaume-Uni vers Etats-UnisQuantité disponible : 1 disponible(s)
Soft cover. Etat : Very Good. 1st Edition. 32 pages : 22 cm. Moritz Lederer, der in S 6 eine Sackfabrik besaß und während des Krieges als Heeres-Lieferant reich geworden war, brachte ab Februar 1919 eine Wochenschrift unter dem Titel "Der Revolutionär" heraus. Das Einzelheft kostete 80 Pfennig. Der Verlag befand sich in der Augu…sta-Anlage 9. Obwohl der "Revolutionär" unter anderem in der "Roten Fahne" um Abonnenten warb, hatte er mit der organisierten Linken nichts zu tun. Er war das persönliche Steckenpferd seines vermögenden Herausgebers. Bei KPD und USPD stieß Lederer als linker Sektierer auf Ablehnung. Lederer unterstützte den anarchistischen Schriftsteller Erich Mühsam mit erheblichen Zuwendungen und gründete eine obskure Organisation, "Die Menschlichen". Zeitgenossen schildern ihn als betriebsamen Menschen mit hochfliegenden Plänen, dem das Gespür für die eigenen Grenzen wohl etwas abhanden gekommen war. Das Vorbild für den "Revolutionär" scheinen "Die Fackel" von Karl Kraus und "Die Zukunft" von Maximilian Harden abgegeben zu haben. In Mannheim geriet dies indes alles eine Nummer zu klein. Auch ein Beleidigungsprozeß, den Lederer in Harden-Manier mit Heinrich Harpuder von der "Volksstimme" ausfocht, fand kaum mehr als lokale Beachtung. Anfang der zwanziger Jahre ging Lederer als Direktor der Rotter-Bühne nach Berlin. Als Verlagsorte des "Revolutionär" wurden seitdem Mannheim und Charlottenburg angegeben.