Procopius prokop v templin (3 résultats)

Edité par Jäcklin, München, 1665
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Leinen. Gestoch. Titel, 5 Bl. 930 S. u. 6 Bl Zwischentitel. Phmt. d. Zt. 4° (Rücken geplatzt). Mehrfach falsche Seitenzählung, Enthält Diskurse und Predigten zu den 10 Geboten u. einzelnen Büchern des AT. Vieles über Hexen ('Warumb die Leuth Hexen werden'), Zauberei, 'Planeten-Lesen', Gesichte und Träume, Teufel, Kinderzucht etc. Enthält auch zahlr.geistliche Lieder Interessantes Werk des vor allem durch sein Liedschaffen bekannten volkstümlichen Predigers, der auch als Vorläufer des Abraham von Sancta Clara gilt und dessen Werke sich durch einen schnörkellosen Stil auszeichnen. Brentano / Arnim haben einige Lieder Prokops in 'Des Knaben Wunderhorn' aufgenommen: ".ist es Brentanos alleiniges Verdienst, einen katholischen Dichter wieder zu Ehren gebracht zu haben, dessen Dichtungen an poe- tischem Gefühl mit den besten seiner Mitsänger um die Palme streiten können, der aber gänzlich in Vergessen- heit geraten war : Procopius von Templin. .Der Kapuziner., wurde als Sohn protestantischer Bürgersleute zu Templin in der Uckermark.1608 geboren und in Berlin erzogen. Starke Eindrücke, die nach manchen Wanderungen die Pracht katholischer Kirchen in Prag auf den Jüngling ausübte, machten ihn, wie er berichtet, zum Konvertiten, sodass er als Neunzehnjähriger das Ordenskleid der Kapuziner empfing. An dem vielbe- suchten steirischen Wallfahrtsorte Mariazeil begann er seine Wirksamkeit als Prediger, zugleich ein Dichter frommer Prozessionsgesänge. Seine volkstümliche Pre- digt, seine Unerschrockenheit auch den Grossen gegen- über verschafften ihm bedeutende Erfolge, als er in rast- loser Missionstätigkeit Böhmen durchzog. Wiederum an einem Wallfahrtsort, bei dem Gnadenbilde des schönen Jungfräuleins zu Passau (Wh. I 366) entstanden die meisten seiner Gesänge, und in Passau lebte er von 1663 an, wegen abnehmender Kräfte vom Predigtamt, das er 25 Jahre verwaltet hatte, befreit (Wh. III 196), der Sammlung seiner "Discurse", die ihm wichtiger waren als seine Lieder. .Er beginnt mit dem schmälsten Bande, dreissig Discursen Vom Braut- Ehe- und Wittib- Stand" (Conjugale"). Passau 1663, eindringlich vorge- tragenen Mahnungen zu einem schlichten bürgerlichen Lebensideal der Arbeit.Kein Dogmatiker und im Gegensatze zu Martin von Cochem für eine Schilderung der Höllenstrafen nicht begabt, mahnt er mild, ohne zu schelten. Dieser Renegat hat nur ganz vereinzelt ein scharfes Wort gegen die Ketzer. Eine starke Naturfreude waltet bei ihm überall. So findet er Ver- gleiche Christi mit Vögeln und Blumen, die poetisch das weit übertreffen, was die Kirche seiner Zeit hier traditionell verwendet.Naturfreude atmen auch seine Gedichte. Sie sind älter als die Predigten. Erst als die poetische Kraft abnahm, verteilte er die geistlichen Lieder, die in "Hertzens-Freud und Seelen-Trost" 1660 und 1661 ^) zu Passau erschienen waren, in seine Predigtwerke, von denen fast keins dieses Schmuckes entbehrt. Das "Wunderhorn" wählte eins aus dem "Conjugale", Ich ging/ spazieren in ein Feld' Wunderhorn III 148, drei aus dem "Dominicale Aestivale". Die Hauptmasse jedoch kam aus dem "Mariale Festivale" (Karl Bode, Die Bearbeitung der Vorlagen in 'Des Knaben Wunderhorn' 1909 - Online-Dokument) (Barockliteratur, Lied, Kirchenlied). Buch.…

Edité par Salzburg, Johann Baptist Mayr 1670., 1670
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Ajouter au panier"VD 17 1:040404X; Dünnh. 3251, 25; Gadient 156; Kober 27. - Erste Ausgabe. - Seltene Sammlung von Leichenpredigten des sprachgewaltigen Kapuzinermönchs, der oft mit Abraham a Santa Clara verglichen wird. P. studierte Theologie und Philosophie in Wien, wurde um 1636 zum Priester geweiht und wirkte als engagierter Gegenreformator und Volksprediger in Böhmen, Österreich und Süddeutschland. Er war unter anderem in Wien, Linz, Passau und Salzburg tätig. Der Kapuziner war auch ein bedeutender Schriftsteller und geistlicher Liederdichter der Barockzeit." 4°. Front., Titel, 1 Bl. (Widmung), 5 Bll. (Titelei), 11 Bll. (Register), 172 S.; 4 Bll., 470 S.; 1 w. Bl., 2 Bll., 136 S.; 4 Bll., 480 S. Mit einigem Holzschnittzierrat. Holzdeckelband d. Zeit mit blindgeprägt. Schweinslederbezug, Rückenbeschriftung v. alter Hand u. 2 intakten Messing-Schließen. Vorderdeckel etwas gewölbt, aber beide Schließen intakt, Leder altersbedingt fleckig u. abgegriffen, Tit. u. Widm.bl. von Tl. 1 mit alt. Besitzverm., durchgehend wasserfl. u. tlw. mit etwas Moderschaden, vereinz. Wurmfraß.…
Edité par Höller, Passau, 1663
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Ajouter au panierHardcover. 4 Bl., 600 S. Pgmt. d. Zt (Einband normal fleckig) 2 der Schließbänder noch vorhanden. Dünnhaupt V, S. 3243, Nr. 8.2, - VD17 23:648464K Sehr seltenes Werk des vor allem durch sein Liedschaffen bekannten volkstümlichen Predigers, der auch als Vorläufer des Abraham von Sancta Clara gilt und dessen Werke sich durch einen schnörkellosen Stil auszeichnen. Teil 2 behandelt die 'Kinderzucht' mit pädagogisch interessanten Ausführungen, immer mit Beispielen nicht nur aus aus der Heiligen Schrift, sondern auch aus antiken oder Renaissance-Autoren. Am Schluß ca. 30 S. Lieder. Brentano / Arnim haben einige Lieder Prokops in 'Des Knaben Wunderhorn' aufgenommen: ".ist es Brentanos alleiniges Verdienst, einen katholischen Dichter wieder zu Ehren gebracht zu haben, dessen Dichtungen an poe- tischem Gefühl mit den besten seiner Mitsänger um die Palme streiten können, der aber gänzlich in Vergessen- heit geraten war : Procopius von Templin. .Der Kapuziner., wurde als Sohn protestantischer Bürgersleute zu Templin in der Uckermark.1608 geboren und in Berlin erzogen. Starke Eindrücke, die nach manchen Wanderungen die Pracht katholischer Kirchen in Prag auf den Jüngling ausübte, machten ihn, wie er berichtet, zum Konvertiten, sodass er als Neunzehnjähriger das Ordenskleid der Kapuziner empfing. An dem vielbe- suchten steirischen Wallfahrtsorte Mariazeil begann er seine Wirksamkeit als Prediger, zugleich ein Dichter frommer Prozessionsgesänge. Seine volkstümliche Pre- digt, seine Unerschrockenheit auch den Grossen gegen- über verschafften ihm bedeutende Erfolge, als er in rast- loser Missionstätigkeit Böhmen durchzog. Wiederum an einem Wallfahrtsort, bei dem Gnadenbilde des schönen Jungfräuleins zu Passau (Wh. I 366) entstanden die meisten seiner Gesänge, und in Passau lebte er von 1663 an, wegen abnehmender Kräfte vom Predigtamt, das er 25 Jahre verwaltet hatte, befreit (Wh. III 196), der Sammlung seiner "Discurse", die ihm wichtiger waren als seine Lieder. .Er beginnt mit dem schmälsten Bande, dreissig Discursen Vom Braut- Ehe- und Wittib- Stand" (Conjugale"). Passau 1663, eindringlich vorge- tragenen Mahnungen zu einem schlichten bürgerlichen Lebensideal der Arbeit.Kein Dogmatiker und im Gegensatze zu Martin von Cochem für eine Schilderung der Höllenstrafen nicht begabt, mahnt er mild, ohne zu schelten. Dieser Renegat hat nur ganz vereinzelt ein scharfes Wort gegen die Ketzer. Eine starke Naturfreude waltet bei ihm überall. So findet er Ver- gleiche Christi mit Vögeln und Blumen, die poetisch das weit übertreffen, was die Kirche seiner Zeit hier traditionell verwendet.Naturfreude atmen auch seine Gedichte. Sie sind älter als die Predigten. Erst als die poetische Kraft abnahm, verteilte er die geistlichen Lieder, die in "Hertzens-Freud und Seelen-Trost" 1660 und 1661 ^) zu Passau erschienen waren, in seine Predigtwerke, von denen fast keins dieses Schmuckes entbehrt. Das "Wunderhorn" wählte eins aus dem "Conjugale", Ich ging/ spazieren in ein Feld' Wunderhorn III 148, drei aus dem "Dominicale Aestivale". Die Hauptmasse jedoch kam aus dem "Mariale Festivale" (Karl Bode, Die Bearbeitung der Vorlagen in 'Des Knaben Wunderhorn' 1909 - Online-Dokument) Das genannte Gedicht aus unserem 'Conjugale' erschien im Wunderhorn unter dem Titel 'Ehestand' und trägt original den Titel 'Ehestands Fürbildung' (6 Strophen, S. 569-572) - - Rücken etwas brüchig, barocker Namenseintrag auf Titel, Gutes Exemplar. (Barockliteratur, Lied, Kirchenlied). Buch.…